Engländer überflogen See und Talsperre mit historischen Doppeldeckern

Gedenkflug wenig spektakulär

+

Edersee - Leider wenig spektakulär aus Sicht enttäuschter Schaulustiger war gestern ein „Gedenkflug“ von englischen Doppeldeckern zur Sperrmauerbombardierung im Mai 1943.

20 dieser historischen Flugmaschinen sollten eigentlich kommen, doch in dem angekündigten Zeitraum brummten nur rund zehn über den Edersee und die Sperrmauer. Etliche Schaulustige warteten vergebens auf den Rest der Armada. Für wirkungsvolle Aufnahmen mit dem erhofften Dreiklang von See, Mauer und Doppeldeckern flogen die Flugzeuge viel zu hoch.

Ausgangspunkt dieser Fliegervisite am „blauen Auge“ Waldeck-Frankenbergs ist eine Freundschaft zwischen englischen und deutschen Piloten. Deutsche Flieger waren mit ihren ebenfalls historischen Maschinen der Marke „de Havilland“ bereits oft auf der Insel, nunmehr absolvierten die Briten den Gegenbesuch mit ihren Oldtimer-Maschinen vom Typ „Tiger Moth“.

Bei dem mehrtägigen Treffen war der Abstecher zum Edersee nur einer unter zahlreichen Programmpunkten.

Die Doppeldecker starteten gestern in Borken-Hoxfeld und passierten zunächst den Möhnesee. Vorbei an den Bruchhauser Steinen und dem Flugplatz Korbach war bald der Edersee erreicht. Von dort aus ging es weiter zum Überflug Battenbergs, dem Namensursprung des englischen Adelsgeschlechts der „Mountbatten“, dem der Gemahl der englischen Königin, Prinz Philip, angehört. Heute treten die Engländer mit ihren Doppeldeckern den Rückflug an. (jm)

Kommentare