Einsatz an der Königsquelle

Gehölz weicht freier Sicht auf Wasserspiel und Quelle

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Auch die Sicht aufs Königsquellenhäuschen wurde frei geschnitten.

Bad Wildungen - Am östlichen Ende des Landesgartenschau-Geländes haben Gärtnermeisterin Bettina Vonde und weitere Mitarbeiter des Bauhofs kräftig Hand angelegt.

Sie setzten Sträucher auf den Stock oder entfernten sie komplett bis auf einen Stumpf. Besonderes Augenmerk richteten die städtischen Beschäftigten auf die Pflanzen, die vom Bürgersteig her die Blick auf den Aqua-Choros praktisch komplett verstellten.

Ortsfremden Radfahrern, die auf den überregionalen Wegen unterwegs waren, erschlossen sich die Reize des Landesgartenschau-Areals so erst beim zweiten Hinschauen – wenn sie nicht auf der Hauptachse des Geländes gleich ganz am Wasserspiel vorbeifuhren, ohne es zu bemerken. Das Königsquellenhäuschen, nach dessen Brunnen das Parkgelände in diesem Bereich der Landesgartenschau benannt ist, kommt nun ebenfalls für den von außen nahenden Beobachter besser zur Geltung. Sträucher am Ufer der Wilde nahe der Straße wurden zu diesem Zweck ebenfalls stark zurückgeschnitten.

Bei den entfernten Pflanzen „handelt es sich um Wildwuchs“, erklärt die städtische Gärtnermeisterin Bettina Vonde zu der Aktion. Die Arbeiten erstreckten sich über mehrere Tage und gingen gestern zu Ende.

Damit das Landesgartenschau-Gelände seine Besucher im nicht mehr allzu fernen Frühjahr farbig empfängt, hat die Stadt im Herbst von einer Gartenbaufirma Blumenzwiebeln setzen lassen.

In früheren Jahren hatte diese Arbeit noch der Verein „Hessens schönster Garten“ übernommen. Er löste sich im April vorigen Jahres auf, nachdem der Vorstand wegen Meinungsverschiedenheiten mit Bürgermeister Volker Zimmermann komplett zurückgetreten war. Zur damaligen Zeit befand sich der langjährige, ehrenamtlich tätige Geschäftsführer des Vereins, Hans-Jürgen Kramer, in einer inzwischen beigelegten arbeitsgerichtlichen Auseinandersetzung mit der Stadt Bad Wildungen.

Der Verein übergab 25000 Euro aus seinem Vermögen an die Stadt für festgelegte gemeinnützige Zwecke. Dazu zählt die Anlage einer Blumeninsel unterhalb der Sonnentreppe auf dem Landesgartenschau-Gelände. Der Verein hat für dieses Projekt schon 2013 Steine angeschafft. Aufgebaut und eingerichtet werden soll die Insel zum Frühjahr 2015, teilte Bettina Vonde auf Nachfrage gestern mit.

Von Matthias Schuldt

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