Noch nicht entschieden über Umgestaltung des Mauervorplatzes und ET-Residenz

Geld gesichert, Beratung vertagt

Edertal - Einen Landeszuschuss in Höhe von einer knappen Viertelmillion Euro nehmen oder nicht? - Das war die Frage im Edertaler Gemeindeparlament.

Der hessische Wirtschaftsminister möchte gerne 705000 Euro Zuschuss in Form eines Bewilligungsbescheides an die Gemeinde Edertal übergeben. Vor wenigen Wochen hat er Bürgermeister Wolfgang Gottschalk angerufen und sich nach einem Termin erkundigt. Das Geld soll es für die Umgestaltung des Sperrmauervorplatzes und eine neue ET-Residenz dort geben.

Nehmen wir an oder nicht? Darüber berieten die Gemeindevertreter am Donnerstagabend im Giflitzer Parlament. FDP, WIR Edertaler und FWG äußerten Kritik an der aus ihrer Sicht mangelhaften Beschlussvorlage der Verwaltung. Alle drei machten deutlich, dass sie auf keinen Fall einen Neubau befürworten. Das sei unabhängig von der Annahme des Bewilligungsbescheides, beruhigte der Bürgermeister.

Vertagt auf 2013

SPD und CDU machten deutlich, dass die Gemeinde auf jeden Fall in den Tourismus als ihren wichtigsten Wirtschaftszweig investieren müsse. „Die Röhre auf der Sperrmauer muss zum Jubiläum verschwinden“, betonte CDU-Fraktionschef Harald Wieck. Rasch einigten sich alle Fraktionen darauf, das Geld anzunehmen - und zugleich darauf zu verweisen, dass damit allerdings keine Entscheidung über die Frage gefallen sei, ob nach Umgestaltung des Sperrmauervorplatzes ein neues Gebäude für die Edersee Touristic gebaut wird oder ob man einen Altbau entweder ankauft oder anmietet, um ihn dann auszubauen.

Klar ist nur, dass der Ankauf einer solchen Immobilie nicht vom Land bezuschusst würde, sondern lediglich der Ausbau. 2013 berät das Parlament weiter, was geschehen soll.

Kommentare