26 Jahresbäume stehen auf dem Eschelsberg in Hemfurth

Götterbaum für den Hain am Edersee

Edertal-Hemfurth/Edersee - Am Tag des Baumes pflanzten Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke und Forstamtsleiter Dr. Gero Hütte von Essen im „Hain der Jahresbäume“ beim Baumkronenpfad Edersee eine Traubeneiche.

Die Traubeneiche ist Baum des Jahres 2014. Dieser Baumfeiertag kam über Amerika (1872) nach Europa. In Deutschland begründete der damalige Bundespräsident Heuss 1952 diese Tradition mit einem Bergahorn. Weltweit wird der Baumtag am 25. April begangen.

Seit 1989 wird in Waldeck-Frankenberg ein Jahresbaum im lauschigen „Hain“ am Edersee gepflanzt, ein paar Minuten Fußweg entfernt vom Eingang des Baumkronenpfads. Inzwischen sind es sogar 26 Jahresbäume, im Milleniumsjahr 2000 war der zusätzliche „Jahrtausendbaum“ ein japanischer Ginko.

Symbol für Kraft, Stärke und Dauerhaftigkeit, so beschrieb Forstamtschef Hütte von Essen die Eiche, bei den alten Germanen ein Götterbaum. Berühmteste Eiche im heimischen Raum war die mächtige Donareiche (bei Züschen/Geismar) und ihre in die Geschichtsbücher eingegangene Fällung durch Bonifatius. Eiche ist begehrtes und teures Bauholz, ihre Früchte (Eicheln) helfen zahlreichen Wildtieren über den Winter. In unseren Wäldern hat sie einen schweren Stand gegen ihren Hauptkonkurrenten, die Buche. Sie werde deshalb, wie der Forstamtsleiter betonte, immer wieder von den Forstleuten gepflanzt, gepflegt und gegen Wildverbiss und Konkurrenzvegetation „verteidigt“. Eichen können bis 1000 Jahre alt werden.

Laut Hütte von Essen werden allein im Bereich des Forstamts Vöhl im laufenden Jahr etwa 241 000 junge Bäume gepflanzt, um den Wald zu erhalten.

Auf die Bedeutung von Bäumen wies Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke hin: „Ein Baum ist mehr als ein Baum. Er ist Lebensgemeinschaft, Mythos und Gegenstand der Kunst. Bäume formen Landschaften, Alleen und sie sind nachwachsender Rohstoff.“(jm)

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