Nach Jahren der mühsamen Verhandlungen gehört das Haus Österreich der Stadt

Gordischer Knoten durchgeschlagen

+
Der negative Blickfang am Beginn des Eselspfades ist bald Vergangenheit.

Bad Wildungen. - Zwei Bürgermeister haben sich an dem Projekt abgearbeitet: der aktuelle und sein Amtsvorgänger. Gestern wurde der gordische Knoten der Kernstadtplanung - das Haus Österreich - durchschlagen.

Die Eigentümerin und die Stadt Bad Wildungen unterschrieben einen Vertrag, durch den die Stadt das Gebäude kauft. „Wir sind sehr froh, dass wir zu einer Einigung gelangt sind“, betonte Bürgermeister Volker Zimmermann in einer ersten Reaktion. Er hob den Anteil von Kurt Wilhelmi hervor, dessen Vermittlung die jahrelange Hängepartie zu einem glücklichen Ende geführt hat.

„Es gibt schon Interessenten für das Grundstück. Mit ihnen können wir nun die Verhandlungen aufnehmen“, kündigte Zimmermann an. Die Stadt habe auch mit dem Denkmalschutz über das Haus gesprochen. Das Gebäude selbst steht nicht unter Schutz. Die Architektur eines eventuellen Neubaus müsse sich in das Gesamtbild von Brunnenstraße und Allee einfügen, fügte Zimmermann hinzu.

Seit Jahren steht das Haus zum größten Teil leer. Viele fragten sich, welchen Eindruck es macht, wenn nach dem Umbau des Scharniers an so exponierter Stelle ein maroder Leerstand zu finden ist. Die Stadt erhofft sich nun weitere Impulse für die umgestaltete Mitte der Stadt durch Privatinvestitionen.(su)

Kommentare