In der Nacht zum Montag einem Krebsleiden erlegen

Hans-Peter Wohlgehagen verstorben

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Hans-Peter Wohlgehagen 1995 auf dem Höhepunkt seiner Tätigkeit als Doppelkurdirektor von Bad Wildungen und Reinhardshausen.

Bad Wildungen. Im Alter von 70 Jahren ist der frühere Doppel-Kurdirektor von Bad Wildungen und Reinhardshausen Hans-Peter Wohlgehagen verstorben. In der Nacht zum Montag erlag er einem Krebsleiden.

Über ein Jahrzehnt hinweg drückte Wohlgehagen als „HPW“ oder „Kur-Fürst“, wie ihn die Wildunger bald nannten, in mehrfacher Hinsicht der Badestadt seinen Stempel auf. Mit seinem Namen bleiben nicht nur „Europas größter Kurpark“ oder die Reinhardshäuser „Quellentherme“ eng verbunden, sondern auch der Versuch, durch große Würfe deutlich mehr private Gesundheitsurlauber nach Bad Wildungen zu locken – als Reaktion auf die Einbrüche bei den Übernachtungszahlen in der Reha-Krise der 1990er Jahre.

Als 2001 die Stadt das Staatsbad übernahm, verlor Wohlgehagen unmittelbar seinen Posten als Wildunger Kurdirektor. Zum Hintergrund zählten die Spannungen zwischen ihm und dem damaligen Bürgermeister Reinhard Grieneisen. 2004 verkauften private Anteilseigener und Land Hessen auch die Bad Reinhardsquelle an die Stadt. Wohlgehagen wurde umgehend von seinen Aufgaben als Geschäftsführer und Reinhardshäuser Kurdirektor entbunden. Ein Jahr später verließ er Bad Wildungen ohne offiziellen Abschied. Viele Wildunger vermissen bis heute seine Energie und seine Ideen für die Entwicklung der Kurstadt. 

Mehr in der WLZ vom 31.05.2016

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