Bad Wildungen

Heilwasser-Interessenten ziehen zurück

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- Bad Wildungen (su). Halbwegs aufgeräumt außen herum und innen leer bis auf die alte Abfüllanlage: So harrt der ehemalige Heilwasserversand an der Helenenquelle der Dinge, die da kommen sollen. Seit wenigen Tagen steht fest: Vorerst kommt gar nichts.

Bürgermeister Volker Zimmermann macht aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. „Wir befanden uns seit Monaten in Gesprächen mit Interessenten, die den Betrieb der Bad Reinhardsquelle und der Helenenquelle übernehmen wollten.“ Nun hätten sich diese möglichen Investoren zurückgezogen und diese Entscheidung zugleich der Stadt mitgeteilt. „Ohne die Helenenquelle funktioniere das Vorhaben nicht und an diesen Betrieb sei schwer heranzukommen, wurde uns erklärt“, schildert der Bürgermeister die Situation. Verantwortlich für die Helenenquelle ist ein Gießener Insolvenzverwalter.

Ob er tatsächlich für die Interessenten nicht erreichbar war, ob die Vorstellungen der beiden Parteien einfach zu weit auseinander lagen oder ob die Interessenten eher eine Begründung für den Ausstieg suchten, kann Zimmermann nicht ohne Weiteres einschätzen: „Das müssen wir noch recherchieren.“

Die Stadt Bad Wildungen hatte sich von dem Kontakt zu den Interessenten eine Menge versprochen, denn nach langen Gesprächen hatte man sich auf einen Vertragsentwurf geeinigt. Bei den möglichen Investoren handelte es sich um ausländische Geschäftsleute, die den Eindruck hinterließen, über die notwendigen finanziellen Mittel zu verfügen. Allerdings ­stammen sie nicht aus der Branche und die Stadt bereitete sich ­darauf vor, sie mit dem nötigen Know-how in Sachen Heilwasser und Heilwasserversand zu unterstützen.Daraus wird nun nichts. Weitere Interessenten sind ebenso wenig in Sicht. Der Insolvenzverwalter der Helenenquelle war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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