Höringhausen

Am Hofgut wackeln die Wände

- Waldeck-Höringhausen (höh). Bagger schwingen Abbruchgreifer und nehmen morsches Gebälk in die Zange – die Abrissarbeiten haben begonnen: Dichte Staubwolken verhüllen die maroden Gebäude des fürstlichen Hofguts in Höringhausen.

Stück für Stück werden die verfallenen Wirtschaftsgebäude abgetragen. Mitarbeiter einer Abrissfirma aus Offenbach räumen das alte Gut von Müll und Asbest. Zwei Dorfbewohner beobachten am Bauzaun kopfschüttelnd, wie die ersten Wände fallen und den Blick auf Stroh und Staub freigeben. „Da haben wir als Kinder im Heu gespielt“, sagt ein Senior und wundert sich, was in der Bauruine alles zutage kommt. Nach Angaben von Bürgermeister Jörg Feldmann sind 20 Arbeitstage für den Abriss vorgesehen. Polier Peter Giese klärt auf, warum das nicht schneller geht. „Wir müssen alles sortieren – Grünzeug, Holz, Eisen, Aluminium.“ Feldmann vergleicht dies schmunzelnd mit einer Groß-OP: „Das ist chirurgische Feinarbeit.“ Das Abraummaterial wird auf dem großzügigen Gelände in Halden aufgetürmt. Wenn das Hofgut in Schutt und Asche liegt, soll eine Recyclinganlage aufgestellt werden. Anfallender Bauschutt wird wieder verarbeitet. Mit rund 1000 Kubikmetern Abraummaterial aus Beton- und Mauerresten rechnet der Polier. Arbeitskreis gefragt Dem Abriss der alten Wirtschaftsgebäude schließen sich noch Erdarbeiten an, die voraussichtlich zwei bis drei Wochen dauern.

Mehr lesen Sie in der WLZ-Ausgabe vom Freitag, 5. März 2010.

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