Vorschläge des Stadtbauamts erregen im Planungsausschuss Aufsehen

Die Itzel als attraktives Wohnquartier

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Die Itzel birgt eine Menge an Möglichkeiten, zeigte Robert Hilligus auf.Fotos: Rüsch

Bad Wildungen - Unter dem Titel „Entwicklung eines Konzepts für den Planungsraum östlich der Altstadt“ stellte Stadtplaner Robert Hilligus den Mitgliedern im Planungsausschuss den Ist-Zustand im Bereich Bahnhof/Itzelstraße vor. Er zeigte zudem auf, was sich dort verbessern ließe durch Umgestaltung.

Welche Mängel finden sich? Worin liegen Chancen für weitere Entwicklung? Welche Flächen werden wie genutzt? Wie lassen sich Grünzonen untereinander verbinden? Wie nimmt der Straßenraum ein attraktiveres Erscheinungsbild an? Und wie ordnet sich die Itzelstraße mit ihrem Umfeld in das Gesamtgefüge der Stadt ein? Solchen Fragen ging der Bauamtsmitarbeiter nach und hatte manch überraschende Antwort parat.

An der Itzel fänden sich viele Grundstücke von hoher Wohnqualität. Hilligus lobte die Eigentümer, denn obwohl die Itzelstraße eher wie eine Industriestraße wirke, befänden sich fast alle Gebäude in einem sehr guten Zustand. Schöne Vorgärten oder optisch ansprechende Zäune und Hecken in Abgrenzung zur Straße prägten das Bild.

Bei einer Fahrzeugmessung vor gut einer Woche zählte die Verwaltung 7355 Fahrzeuge, davon rund 4000 in Richtung Bahnhof. Die Anzahl dürfte sich nach der Lidl-Wiedereröffnung nochmals steigern.

Der frühere „wilde Osten“ von Bad Wildungen habe sich seit 2006 peu à peu zu einem der Altstadt nahe liegenden Zentrum entwickelt durch Projekte wie das ehemalige Landesgartenschau-Gebäude, den Ausbau des Bahnhofs, den Wohnmobilstellplatz, moderne Bürokomplexe, den Fernradweg, durch Naherholungsflächen an der Sonder, einen attraktiven Spielplatz, durch die Ansiedlung von Handel und Dienstleistern.

Die Itzelstraße sei mit der Altstadt durch mehrere Wege wie Himmelstreppe, Teufelstreppe und Rickchen-Arendt-Weg, Eselspfad und Bahnhofstraße (auch Schmidts Berg) verbunden und auf kurzem Weg zu erreichen.

Hilligus sieht bei einem möglichen Ausbau der Straße die Möglichkeiten, Parkbuchten, Bushaltestellen, Links- und Rechtsabbieger-Spuren, Grün- und Ruhezonen, Verkehrsinseln und Fahrbahnmarkierungen einzusetzen, um den optischen Eindruck aufzuwerten. In Absprache mit den Anliegern ließen sich Sitzbänke, Mauern, Zäune, Bepflanzungen und Sitzsteine zum selben Zweck installieren. Die Grundstücke der ehemaligen Molkerei, des früheren Bettenlagers oder des leeren Hotels Illies bergen nach Hilligus’ Auffassung ein großes Potenzial zur Aufwertung des Wohngebiets.

Die Teilnehmer, die sich für den visionären Vortrag bei Robert Hilligus bedankten, baten darum, die erstellten zeichnerischen und fotografischen Details den Fraktionen zur weiteren Beratung zur Verfügung zu stellen.

Wer den Vortrag aufmerksam verfolgt hat, könnte auf die Idee kommen, auf mittelfristige Sicht an die Itzel umzuziehen.

Von Rainer Rüsch

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