Bad Wildungen

Das war ein Jahr „von Weltklasse“

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- Waldeck (su). Sehr zufrieden mit dem zurückliegenden Jahr sind die Aktiven der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft an Eder-, Diemel- und Twistesee. Das zeigte sich bei der Drei-Seen-Konferenz in der Waldecker DLRG-Station.

Drei wesentliche Gründe gaben den Ausschlag für die gute Stimmung unter den ehrenamtlichen Rettern. 1. Ein ruhiges Jahr liegt hinter ihnen mit der wichtigsten Nachricht: Es gab keinen Todesfall an den drei Gewässern. Die Freiwilligen absolvierten rund 42 150 Wachstunden, davon 32 700 am Edersee, 5400 am Diemel- und den Rest am Twistesee. Die Einsätze teilten sich auf in beispielsweise rund 220-mal geleistete Erste Hilfe, knapp 220 technische Hilfeleistungen und vier Rettungen aus Lebensgefahr.

2. Zum ersten Mal seit vielen Jahren plagen keine akuten, großen Geldsorgen die Lebensretter an den drei heimischen Seen. „Das war Weltklasse“, lobte Kreisverbandsleiter Klaus Kramer den Landkreis und die Anrainerkommunen, die unbürokratisch 140 000 Euro für den Neubau der Station Fürstental bereitgestellt hatten. Ebenso erstklassig zeigten sich die DLRG-Mitglieder an der Station während der rund 5000 Arbeitsstunden, in denen sie die Station selbst ausbauten. Sie soll zur Saisoneröffnung am 25. Juni mit einem Festakt offiziell in Betrieb genommen werden.

3. Die DLRG ist zufrieden mit der Rekrutierung von Nachwuchs. „Unsere Korbacher Kollegen leisten in dieser Hinsicht eine hervorragende Arbeit“, unterstrich Schultze. Landesweit trotzt die hessische Deutsche Lebensrettungsgesellschaft gar dem allgemeinen Trend und dem demografischen Wandel, berichtete Landesverbandspräsident Harald Blum. Sowohl die Zahl der Prüfungen zum Rettungsschwimmer als auch die der Mitglieder seien im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.Unverzichtbar für so einen Erfolg sind ausreichend Schwimmbäder, betont Blums Vize Hans Stracke aus Bad Arolsen. Darum betrachtet die DLRG die anstehende Diskussion ums Heloponte aufmerksam. Ohne Schwimmkurse bliebe der Nachwuchs aus, und was noch schlimmer ist: Die Kinder lernten kaum mehr schwimmen – in einer Seen-Region.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Dienstag, 8. Februar

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