Großer Umzug zum Jubiläum des TSV Sachsenhausen

150 Jahre und kein bisschen träge

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Waldeck-Sachsenhausen - Ein farbenfroher Umzug mit rund 500 Akteuren zog anlässlich des 150jährigen Jubiläums des TSV 1864 Sachsenhausen durch die Stadt.

Nach dem Festgottesdienst in der Kirche St. Nikolaus mit Pfarrer Kurt Heyer startete der Festzug am Marktplatz, um anschließend durch die Wilhelmsstraße, Luisenstraße und Korbacher Straße zur Stadthalle zu ziehen. Mit klingendem Spiel zog der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr voran. Dem folgten bunt geschmückte Wagen und Fußgruppen, von dem Männerballett Schwestern von Brinkhoffs Orden, Tanzminis, Tennisverein bis zur Freiwilligen Feuerwehr und der Schützengesellschaft 1604 Sachsenhausen. Insgesamt nahmen 25 Gruppen am Umzug teil, davon gehören 21 dem TSV an. Der Festzug formierte sich nach dem Werdegang des Vereins, erklärt Klaus Dephilipp von den Sportfreunden des TSV. So gingen am Anfang zwei Personen mit Frack und Zylinder, wie er zur Zeit der Vereinsgründung bei besonderen Anlässen getragen wurde. Anschließend folgten die jeweiligen Gruppen, wie sie aus dem Verein hervorgegangen sind, wie Fußball, Gymnastik, Sportfreunde, Leichtathletik und Tennis. „Ich denke, es war ein schöner Umzug und möchte das Publikum um einen Applaus bitten“, rief Frank Baumann anschließend den Besuchern in der Stadthalle zu. Wetterbedingt musste der eigentlich auf dem Sportplatz vorgesehene „Bunte Rasen“ in die Stadthalle verlegt werden, nachdem der Wetterbericht am Freitagabend eine Regenwahrscheinlichkeit von 75 Prozent für Sonntag angesagt hatte. „Dafür war für einige Vereinsmitglieder ein richtiger Kraftakt zu bewältigen“, erklärt Petra Engelhard, Vorstandsmitglied und Abteilungsleiterin Turnen, die für die Organisation zuständig war. So mussten die Bestuhlung und Getränke kurzfristig in die Stadthalle verlagert werden. Engelhard: „Das Programm läuft in der Stadthalle nicht so, wie wir es eigentlich auf dem Sportplatz geplant hatten. Die Vereinsmitglieder gehen flexibel damit um und das ist schön.“ Die Sachsenhäuser hatten aber noch Glück: Während es beim Umzug trocken blieb, begann es kurze Zeit später zu regnen. TSV-Vorsitzender Frank Engelhard dankte in seiner Begrüßungsansprache den Teilnehmern des Umzugs und dankte allen Helfern. Besonders begrüßte er Bürgermeister Jörg Feldmann und Ortsvorsteher Jürgen Vollbracht, die ebenfalls im Umzug mitmarschierten. Anschließend begeisterte der Auftritt der Tanzgruppen des TSV die zahlreichen Zuschauer, die den Weg in die Stadthalle gefunden hatten. Für die Kinder wurde ein „Sachsenhäuser Fitnesstest“ mit sechs Stationen angeboten. Die jungen Teilnehmer bekamen anschließend eine Medaille mit der Inschrift „Ich bin topfit.“ Daneben standen weitere Geschicklichkeitsspiele auf dem Programm. Um den Nachwuchs ist dem Jubiläumsverein nicht bange. „Wir haben viele Akteure, die sich um die Kinder bemühen und Gruppen leiten“, so Klaus Dephilipp von den Sportfreunden des TSV. Bei den Sportfreunden handelt es sich um eine aus 50 Aktiven bestehende Altherren-Gymnastikgruppe, deren Durchschnittsalter bei 67 Jahren liegt. (js)

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