Rotary-Club Bad Wildungen-Fritzlar feiert Charterjubiläum mit einer Zeitreise

In 50 Jahren 725000 Euro gespendet

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Zur 50-jährigen Charter des Rotary-Clubs Bad Wildungen-Fritzlar überreichte Distrikt-Governor Peter Freiherr Roeder von Diersburg (l.) eine Urkunde des Weltverbands an Präsident Dr. Heinz Berthold.Foto: Höhne

Bad Wildungen - Mit 150 Gästen aus dem In- und Ausland feierte der Rotary-Club Bad Wildungen-Fritzlar bei einem Festakt im Maritim Hotel seine 50-jährige Charter.

23 Freunde gründeten im Dezember 1964 den Rotary-Club Bad Wildungen. Im Januar 1965 wurde er mit der Übergabe der Charterurkunde in die weltweite Familie von Rotary International aufgenommen. Wegen der vielen Mitglieder aus dem Nachbarkreis wurde der Name 2001 um Fritzlar erweitert.

Beim Festakt bescheinigte Präsident Dr. Heinz Berthold: „Wenn in einem Gemeinwesen ein Rotary-Club gegründet wird, ist das ein Zugewinn für alle, denn eine engagierte Gruppe Rotarier setzt sich dafür ein, dieses Gemeinwesen zu unterstützen.“ Der Club habe in diesen fünf Jahrzehnten Hilfe geleistet, wo sie benötigt wurde - vor Ort und in anderen Teilen der Welt.

„Aktiv, lebendig und agil“

„Selbstloses Dienen“ ist das Motto, betonte Pastpräsident Hans-Wernher von Loewenstein in seiner Festansprache. Unter den Gründungsvätern, die „mutig und beseelt“ den Club aus der Taufe hoben, begrüßte er auch Dettmar Heller als noch aktives Clubmitglied und Fritz Wachenfeld-Teschner (heute Club Korbach-Bad Arolsen).

Fast 2500 Club-Treffen fanden statt. Für Projekte auf nationaler und internationaler Ebene wurden 725000 Euro gespendet. Ob Hochwasserschutz, krebskranke Kinder, Oststipendiaten, Preise für besonderes Engagement oder der weltweite der Kampf gegen Polio - viele Herzensangelegenheiten wurden unterstützt. In Bad Wildungen beteiligte sich der Club an der Sanierung des Dr.-Marc-Turms als bedeutendem Kulturdenkmal, in Fritzlar an der Rekonstruktion der Rathaustürme. Seit vielen Jahren bietet der Club eine Berufsinformation am Gustav-Stresemann-Gymnasium.

Lieb gewonnene Tradition sind die Seniorennachmittage. Seit 1974 gab es 531 solcher Begegnungen, erinnerte Pastpräsident von Loewenstein und würdigte den 94 Jahre alten Akteur Horst Herpolsheimer und Organisator Hugo Hücker für ihr unermüdliches Wirken.

Bürgermeister Volker Zimmermann gratulierte namens der städtischen Gremien zum Jubiläum. „Ehrenamtliches Engagement trägt unsere Gesellschaft und hält sie zusammen.“

Distrikt-Governor Peter Freiherr Roeder von Diersburg sprach von einem „geradezu vorbildlichen Club“ und bescheinigte zum 50. „eine gewisse Reife und Leuchtkraft“. Er überreichte eine Urkunde des Weltverbands. Mit einem Schmunzeln merkte er an, dass er zum Jubiläum „nicht nur Freunde, sondern gern auch Freundinnen“ unter den Clubmitgliedern begrüßt hätte. - Ein Fingerzeig für den Männerclub zur Aufnahme beider Geschlechter. Grüße von den Frauen des Inner-Wheel-Clubs Fritzlar überbrachte Präsidentin Silvia Bauer auch im Namen der anderen Wildunger Serviceclubs. „50 Jahre und kein bisschen verstaubt, sondern aktiv, lebendig und agil“ sei das Geburtstagskind.

Zeitreise mit und ohne Musik

Vom holländischen Club Wormervee-Krommenie, mit dem bis 2009 eine 35-jährige Freundschaft gepflegt wurde, überbrachte Coi Gerssen Grüße und als Gastgeschenke zwei große Käselaibe.

Die Chronik, in der Jürgen Hellwig, Albrecht Lückhoff, Hans Christian Moeller und Wilfried Scharny Szenen aus dem 50-jährigen Clubleben zusammentrugen, fand reißenden Absatz. Jan Buda lud zu einer musikalischen Zeitreise mit dem Trio „Schlagerlust“ ein. Und eine weitere Zeitreise unternahm Pastpräsident Peter Wieden im Gespräch mit Rotariern und Gästen. Ehrungen durch Vizepräsident Dr. Joseph Mahfoud (siehe weiteren Artikel) und musikalische Begleitung durch die Musikschule rundeten die Feier ab.

Höhepunkt im Jubiläumsjahr ist am 3. Juni ein Open-Air-Konzert mit der Big Band der Bundeswehr auf dem Vorplatz der Wandelhalle.

Von Conny Höhne

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