Bad Wildungen

Junge Union gegen Stadtring-Umbau

- Bad Wildungen (su).Noch dreieinhalb Monate bis zur Kommunalwahl, und die CDU zieht die Zügel an, um sich als Hüter der Stadtfinanzen zu profilieren. Nach den jüngsten Vorstößen der Fraktion im Parlament reitet die Junge Union eine Attacke gegen Bürgermeister Volker Zimmermann und den Stadtring-Umbau.

Der JU-Vorsitzende von Bad Wildungen und Edertal, Daniele Saracino, wirft Zimmermann mangelnde Wirtschaftskompetenz vor. Als Beleg listet er die Wandelhalle auf, die als Schwerpunkt für Veranstaltungen dienen solle, aber keinen Kühlraum habe. Die Junge Union wettert gegen den Umbau des Stadtrings und die Umgestaltung des Scharniers. Hier werden ihrer Ansicht nach Millionen an Steuergeldern verbaut ohne Konzept und ohne Nutzen für die heimische Wirtschaft. Die Jung-CDUler wählten als Überschrift für ihre Pressemitteilung gar die Aussage „Änderung des Stadtrings noch lange nicht beschlossen“. Er habe 30 Jahre lang funktioniert.Das entspricht einer sehr eigenen Auslegung dessen, was die Stadtverordneten unter Beteiligung der CDU im zurückliegenden Jahr beschlossen haben.

Am 5. Oktober 2009 entschied sich eine große Mehrheit des Parlamentes mit 23 Ja- zu 7 Nein-Stimmen bei einer Enthaltung dafür, den Einbahnstraßen-Stadtring aufzuheben, an den meisten Knotenpunkten Kreisel statt Ampeln einzurichten und das Wildunger „Scharnier“ zwischen Kurschattenbrunnen und Postplatz umzubauen. Die Frontlinien von Befürwortern und Gegnern dieses Schrittes verliefen quer durch die großen Fraktionen. Während die Kleinen von FDP über FWG, Grüne und Linke geschlossen dafür votierten, war es bei CDU und SPD jeweils eine Mehrheit, die mitzog.

Mehr lesen Sie n der WLZ vom Dienstag, 7. Dezember

Kommentare