Edertaler Jungstörche haben den Horst an der Wesemündung schon verlassen

Jungstörche auf dem Abflug

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Edertal - Giflitz - Im Horst an der Wesemündung zwischen Bergheim und Giflitz ist Ruhe eingekehrt: Der Nachwuchs ist flügge und hat das Familiendomizil verlassen.

Interessierten Beobachtern ist das nicht entgangen. Der Edertaler NABU-Vorsitzende Wolfgang Lübcke beantwortet in diesen Tagen viele Fragen nach dem Verbleib der stolzen Vögel. Im Jahr 2008 - dem ersten Jahr der Wiederansiedlung der Störche im Edertal nach 108 Jahren - sind die Jungen zusammen mit ihren Eltern Anfang September ins Winterquartier nach Spanien geflogen. Ebenso war es in den beiden folgenden Jahren. Im vergangenen Jahr war der Nachwuchs früh dran, die beiden Jungen haben bereits Ende Juli das Edertal verlassen. In 2012 sind nach einmonatiger Brutzeit ab dem 28. April drei Junge geschlüpft. Seit dem 7. Juli waren die Jungstörche oft auf den Wiesen und Feldern zwischen Wellen und Mehlen bei der Futtersuche zu beobachten, manchmal auch auf einer Erhebung im Krautwiesen-Teich. Meist waren sie allein, manchmal aber auch zusammen mit den beiden Altvögeln. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren waren die Jungen Selbstversorger. In den Vorjahren wurden sie trotz eigener Futtersuche immer noch im Horst von den Eltern versorgt. Am Vormittag des 31. Juli sind zwischen Wellen und der Eder neun Störche beobachtet worden (WLZ berichtete). Vermutlich waren die drei Edertaler Jungen in dieser Schar, zumindest wurden seither nur noch die beiden Altstörche im Edertal beobachtet. Ornithologen gehen davon aus, dass die Jungstörche das Edertal verlassen haben. Offensichtlich haben sie sich einer vagabundierenden Gruppe von Jung- und Altstörchen angeschlossen und fliegen in dieser Gemeinschaft im September in den Süden.

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