Kleinern

Kein Präsent für den Bundespräsidenten

- Edertal-Kleinern (höh). Bundespräsident Christian Wulff empfing Teilnehmer der 30 Dörfer aus ganz Deutschland, die beim Bundeswettbewerb „Unser Dorf“ in 2010 erfolgreich waren – darunter auch „Lustig Kleinern“.

Trotz Bahnstreiks reisten Ortsvorsteher Werner Waid und Bürgermeister Wolfgang Gottschalk mit dem ICE von Kassel nach Berlin – und kamen ohne Verzögerung in der Bundeshauptstadt an. Nach Passieren der Sicherheitschecks wurden die Edertaler auf Schloss Bellevue empfangen. Der Amtssitz des Bundespräsidenten liegt am Nordrand des Großen Tiergartens direkt am Spreeufer.

Wulff habe sich nach der Herkunft der geladenen Gäste erkundigt. Auf die Antwort „Nordhessen“ der beiden Edertaler habe sich der Bundespräsident kundig gezeigt. „Da gibt es jedes Jahr ein Heringsessen für 3000 Personen“, zitiert Waid den Niedersachsen, der den politischen Aschermittwoch in Nordwaldeck offenbar in guter Erinnerung hat. Der Bundespräsident gratulierte in seiner Rede allen Teilnehmern an dem Bundeswettbewerb zu ihrem Erfolg. „Die Städte können mittlerweile von den Dörfern lernen“, zeigte sich Wulff von den Leistungen der Siegerdörfer beeindruckt.

Einen Rückblick auf die Reise der Bewertungskommission durch 13 Bundesländer hielt Michael Pelzer, der gemeinsam mit dem Waldeck-Frankenberger Landrat Dr. Reinhard Kubat die Jury leitete. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner würdigte den Einsatz aller Teilnehmer bei dem 23. Bundeswettbewerb.

Tief beeindruckt von dem Besuch zeigte sich Kleinerns Ortsvorsteher. „Wenn man vom Bundespräsidenten empfangen wird, in einem Schloss, wo sich sonst Diplomaten und Staatsoberhäupter die Hände reichen, dann ist das schon eine tolle Sache“, sagt Waid. Jeweils zwei Vertreter der Siegerdörfer waren nach Berlin. Strenge Regeln waren auferlegt. So durften keine Fotoapparate mitgebracht werden, und Präsente an den Bundespräsidenten waren nicht erlaubt, berichtet Waid.

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