Bad Wildungen

Kein Weichei, sondern Held

- Bad Wildungen (szl). Die „Aktion junge Fahrer“ der Verkehrswacht Wal­deck-Frankenberg in der Aula des Gustav-Stresemann-Gymnasiums für und mit Schülern der Jahrgangsstufen 11 und 12 war eine Premiere.

Mit dieser Veranstaltung werde ein neuer Ansatz in der Verkehrserziehung begonnen, sagte Rolf Crone, der Vorsitzende der Waldeck-Frankenberger Verkehrswacht: „Wir wollen weg von Belehrungen und hin zur Aufforderung an die Jugendlichen: Sagt ihr uns, wie kritische Situationen entstehen und was wir tun können.“ Moderator Thomas Korte bat die Podiumsteilnehmer um kurze Einleitungsstatements: Schulleiterin Dagmar Ipach („Wir sind seit Monaten traurig über den Tod von Marcel, Sergey und Eugen, deshalb sind wir hier“), Dirk Virnich, Jugendkoordinator der Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg („Der gute Besuch der Veranstaltung zeigt, dass die Ernsthaftigkeit des Themas bei den Schülern angekommen ist“), Schulsprecher Georg Mastrich („Wir Schüler erwarten immer wieder Verkehrserziehungs-Aktionen“), Claudia Schubert, Vizepräsidentin der Landesverkehrswacht Hessen („Wer den Führerschein gerade erhalten hat, macht meist schnell die Erfahrung, dass auch etwas schiefgehen kann“), Pfarrer Hubertus Marpe („Als Notfallseelsorger begleite ich Menschen am Unfallort, stehe ihnen bei“). Der Bad Wildunger Fahrlehrer Matthias Hübner erläuterte die Vorteile des „Erfolgsmodells“ begleitetes Fahren mit 17. Diplom-Soziologe Rolf Hoppe von der Planungsgesellschaft Köln GmbH sagte, nach wie vor seien Jugendliche unverhältnismäßig oft an schweren Unfällen beteiligt; meist sei die Kombination von zu hoher Geschwindigkeit und Alkohol Unfallgrund. Um mehr von den Schülern zu erfahren, wurden Gruppen gebildet, die anschießend im Plenum über die von ihnen besprochenen Fragen und die gefundenen Antworten berichteten.

Mehr lesen Sie in der WLZ-Ausgabe vom Samstag, 14. November 2009.

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