Neue Veranstaltungsreihe für Eltern startet am 6. März · Anmeldung bis 1. März

Keine Panik vor Pubertät - Hilfe naht

Das neue Projekt besprochen (von links): Anette Lambertz (Stadt Bad Wildungen), Karin Barthel (outlaw Jugendhilfe), Manuela Finger (Diakonisches Werk), Maddalena Schützenmeister (Mehrgenerationenhaus), Martina Schütz (Ense-Schule), Klaus Fieseler (Diakonisches Werk), Viktoria Stotzka (evangelische Jugendarbeit), Edmund Ungefug (Ense-Schule), Christiane Scheffler (Diakonisches Werk), Ulrike Ritter (Diakonische Werk), Renate Sperlich (Mathias-Bauer-Schule), Christiane Ludwig (Jugendhaus); auf dem Foto fehlt Dagmar Ipach vom Gustav-Stresemann-Gymnasium.

Bad Wildungen - „Pubertät - keine Panik“ heißt eine neue Veranstaltungsreihe der vor neun Jahren gegründeten AG Jugend Bad Wildungen.

. Christiane Scheffler von der Fachstelle für Suchtprävention des Diakonischen Werkes stellte das Projekt im Mehrgenerationenhaus vor, das am Mittwoch, 6. März, um 19.30 Uhr mit einem Elterngesprächsabend im Jugend- und Kulturzentrum Spritzenhaus beginnt.

„Waren alle mal 15...“

Christiane Scheffler: „Wir waren alle einmal 15 und hatten Lust auf Party, Freiheit und mehr.“ Das führe wie in allen Zeiten zu Problemen und Auseinandersetzungen zwischen Eltern und Kindern. Darüber soll an diesem Abend informiert und gesprochen werden, Eltern sollen sich Rat holen und sich untereinander austauschen, es sollen Lösungen für Probleme gefunden werden. Der Abend wird von Fachkräften des Deutschen Kinderschutzbundes geleitet. Da die Teilnehmerzahl auf 30 Personen begrenzt ist, wird um telefonische Anmeldung bis zum Freitag, 1. März, unter 05621/9695950 (Mehrgenerationenhaus) oder 05621/94537 (Jugendhaus) gebeten.

Spielerisch Infos zu Alkohol

Wenn sich mehr interessierte Eltern melden, wird es einen zweiten Elterngesprächsabend geben. Ulrike Ritter von der Fachstelle für Suchtprävention des Diakonischen Werkes veranstaltet seit einem Jahr Workshops zur Alkoholprävention an verschiedenen Schulen des Landkreises. Solche vierstündigen Workshops mit dem Titel „Tom und Lisa“ soll es jetzt auch an der Ense-Schule, der Mathias-Bauer-Schule und am Gustav-Stresemann-Gymnasium geben. Ulrike Ritter informiert spielerisch über das Thema Alkohol.

Die Schülerinnen und Schüler erfahren, wie man verantwortungsbewusst mit Alkohol umgeht und sich in Gefahrensituationen verhält.

In einer weiteren Gesprächsrunde an Bad Wildunger Schulen dreht sich alles um das Thema Sexualität. Sexual-Pädagoge Klaus Fieseler leitet die Gespräche mit Jungen: „Die Erfahrung zeigt, dass Jugendliche über dieses Thema nicht immer gerne mit den Eltern, wohl aber mit Erwachsenen ins Gespräch kommen.“

Fieseler geht ausführlich auf das Thema Verhütung ein: „Vater werden ist nicht schwer -Verhütung ist auch nicht schwer.“ An die Mädchen der Schulen wendet sich in gemeinsamen Gesprächen Manuela Finger von der Diakonie-Beratungsstelle für Sexualpädagogik. Ihr Thema: „Verhütung? Ist doch Mädchensache!“ Wenn es um Verhütung gehe, werde den Mädchen oft alleine die Verantwortung überlassen.

Manuela Finger kommt zu den Gesprächsrunden mit einem „Verhütungskoffer“, um die verschiedenen Methoden konkret darzustellen und vorzuführen. „Zum Glück“ - so Finger - „hat die Zahl der Minderjährigen-Schwangerschaften nicht zugenommen - sie sind relativ selten.“

Den Abschluss des Projektes „Pubertät - keine Panik“ bildet ein unterhaltsamer, informativer Abend mit Dr. Jan-Uwe Rogge unter dem Motto „Loslassen und Halt geben“ am Freitag, 20. September, um 19.30 Uhr in der Wandelhalle. Rogge behandelt Themen, die Eltern und Großeltern interessieren, mit Herz und Verstand und ohne den erhobenen Zeigefinger,.(szl)

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