Mädchen und Jungen vom „Bio-Club Armsfeld“ laden zum Sommerfest in ihren eigenen Garten ein

Kinder mit dem grünen Daumen

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Stolz auf ihre üppige Pracht im Gemüsebeet: Benjamin, Hanna, Samira (vorn, von links), Bastien und Philipp. Kleines Bild: Sommerfest im Garten des „Bio-Clubs Armsfeld“.Fotos: Carola Ulrich

Bad Wildungen - Seit fast einem Jahr treffen sich die Kinder vom Bio-Club Armsfeld in „ihrem“ Garten, um zu säen, zu pflanzen und zu ernten. Das ist ein Grund zum Feiern, fanden die 15 Mitglieder des Clubs und luden am Sonntag zum Sommerfest ein.

Das Grundstück, das die fünf- bis zwölfjährigen Kleingärtner kostenlos bewirtschaften dürfen, teilt sich in ein Stück Wiese und etwa 20 Quadratmeter Beetfläche. Unter dem alten Apfelbaum, der im Herbst sicher reiche Erntefrüchte trägt, steht ein selbst gebautes Tipi, das sich die Kinder mit Strohballen zu einem Versammlungsort hergerichtet haben.

Philipp Kranewitz (elf Jahre) führt gern durch den Garten und zeigt stolz die üppige Pracht: große Salatköpfe, Petersilie verschiedener Sorten, Erdbeerpflanzen, Katzenminze und kräftige Kohlrabipflanzen. „Das haben wir alles schon im zeitigen Frühjahr ausgesät und mit einer Decke abgedeckt, damit es trotz der kühlen Temperaturen keimt“, verrät der Hobby-Gärtner.

Von dem gärtnerischen Erfolg im liebevoll gepflegten Gemüsegarten der jungen Armsfelder überzeugten sich die Besucher beim Sommerfest des Bio-Clubs. An einem kleinen Stand vor dem Garten wurden in Töpfen gezogene Pflanzen zum Verkauf angeboten. Das war aber eine Ausnahme. „Normalerweise verkaufen wir die Pflanzen und das Gemüse nicht. Wir wollen kein Geld damit verdienen, sondern haben einfach Spaß am Gärtnern und am gesunden Essen“, erklärt Philipp.

Wenn die Mädchen und Jungen Unkraut zupfen oder mit der Hacke wirken, kommt zuweilen auch der eine oder andere Armsfelder vorbei, schaut den Kindern zu und gibt nützliche Tipps. Auch die Eltern helfen mit, wenn es beispielsweise um Fragen des Düngens oder der natürlichen Schädlingsbekämpfung geht. Ebenso wie die Arbeit der jungen Gärtner war auch das Sommerfest aus Sicht der engagierten Veranstalter ein voller Erfolg. Während die Jüngeren sich bei Spiel und Spaß vergnügten, sorgten die Eltern der Club-Mitglieder fürs leibliche Wohl aller Gäste.

Geld für Geräte und Selbsthilfeverein

Das Besondere: Getränke und Speisen waren kostenlos – Spenden allerdings willkommen. Mit der Hälfte des Erlöses möchten die Kinder des Bio-Clubs neue Gartengeräte kaufen. Die andere Hälfte geht an den Selbsthilfeverein „Tuberöse Sklerose Deutschland e.V.“, der sein Wirken einer Krankheit widmet, von der auch der Bruder von Philipp Kranewitz betroffen ist.Der Bio-Club Armsfeld dankt allen großen und kleinen Helfern für ihre Unterstützung im Garten und beim Sommerfest und würde sich über neue Mitglieder freuen.

Von Carola Ulrich

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