Mühlenmuseum in Freienhagen eröffnet: Nostalgische Zeitreise im Halbstundentakt

Es klappert die Mühle im Wattertal - Video

Waldeck-Freienhagen. - „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“ – dieses alte Volkslied klang bei der Eröffnung des Mühlenmuseums in der Wattertalmühle den Besuchern im Ohr.

Mühlenbesitzer Werner Liebchen nahm am Pfingstmontag im Halbstundentakt kleine Besuchergruppen mit auf eine nostalgische Zeitreise durch das rustikale Museum.

Eine alte Sackwaage mit Mehlsack, eine Reeperbahn zur Seilfertigung, Spinnrad oder ein antiker Blasebalg – Handwerkszeug von anno dazumal, wohin das Auge blickt.

Klein, aber fein ist das Museum. Herzstück: eine funktionstüchtige Sammlung von Maschinen, die per Wasserrad angetrieben werden. „Vorsicht, es spritzt“, warnt Liebchen, und dann setzt er die Technik für eine Minute in Bewegung. Da staunt auch die Witwe des verstorbenen Sammlers Hasso Marquardt: Renate Marquardt reiste von Schleswig-Holstein an die Watter, um das Vermächtnis ihres Ehemanns an Ort und Stelle zu sehen. „So hat er es sich für seine Wassermühle immer gewünscht“, schwärmte sie von dem idyllischen Wattertal und der 1717 erbauten und von Werner Liebchen liebevoll restaurierten Mühle.

Zahlreiche Besucher führte Liebchen bis zum Abend durch das Museum, das über die Lea­der-Förderung realisiert wurde. Den Eintritt von 1,50 Euro will der Hanauer für den Kauf weiterer Exponate verwenden. Oldtimer mit Motorantrieb zogen im Hof des historischen Denkmals alle Blicke auf sich, bevor bei einem Imbiss in der Mühle der Museumsbummel endete. Ausführlichere Informationen im Internet unter www.muehle-freienhagen.de. (höh)

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