Bad Wildungen

Kooperation für sauberes Wasser

- Bad Wildungen (höh). Bad Wildungen, Bad Zwesten und Edertal setzen sich gemeinsam für sauberes Wasser ein. Die erste von fünf Kooperationen in Waldeck-Frankenberg wurde in der Badestadt unterzeichnet.

Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke und Stephan Tent als Geschäftsführer der Bad Wildunger Kraftwagenverkehrs- und Wasserversorgungsgesellschaft besiegelten einen Vertrag zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie im Bereich der Stadt Bad Wildungen und der Gemeinden Bad Zwesten und Edertal.Für die beteiligten Kommunen unterschrieben die Bürgermeister Volker Zimmermann (Bad Wildungen), Michael Köhler (Bad Zwesten) und Wolfgang Gottschalk (Edertal).

„Gutes Wasser ist für uns von ganz besonderer Bedeutung“, betonte der Wildunger Rathauschef. Die Eder und der Grundwasserschutz stehen nach den Worten seines Amtskollegen im Edertal im Fokus. Bad Zwesten arbeite bereits seit 1996 an Kooperationsmodellen. „Man braucht einen langen Atem“, weiß Bürgermeister Köhler. „Ziel der Wasserrahmenrichtlinie ist die stetige Verringerung der Belastungen des Grundwassers und der Oberflächengewässer bis zum Jahr 2015“, erläuterte Regierungspräsident Lübcke.

Umwelt und Bürger sollen davon profitieren: Sinkende Nitratbelastungen und verringerte Phosphoreinträge sorgen für besseres Oberflächen- und Grundwasser. Mit dem Vertrag wird ein Beratungs- und Maßnahmenmanagement zur Reduzierung der Stickstoffeinträge und Erosion auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen vereinbart. Es soll in enger Zusammenarbeit mit den Landwirten umgesetzt werden. „Auf freiwilliger Basis“, so Lübcke.

Die BKW schreibt die Beratungsleistung aus und lädt zu einer Information ein. Die Landwirte sollen detailliert erfahren, wie sie die Schadstoffeinträge so gering wie möglich halten. Der Beratungsaufwand richtet sich nach Belastung von Gemarkung, Grundwasser und der Erosionsgefährdung. Die seit Jahren erfolgreich arbeitenden Wasserschutzgebietskooperationen werden weitergeführt. Die Kosten für Beratung und begleitende Maßnahmen in Höhe von 136 000 Euro trägt mit Ausnahme der Zusatzkosten in den Kooperationen das Land Hessen. Freiwillige Maßnahmen, wie Anbau von Zwischenfrüchten, Mulch- und Direktsaatverfahren, werden über das Hessische Integrierte Agrarumweltprogramm (HIAP) angeboten.

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