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Korrrrrrekt!

- Angsträumen besetzt, aber trotzdem eine Phalanx von Frauenparkplätzen bis zum Horizont.

Politische Korrektheit ist IN und bricht sich insbesondere unter Verkehrs- und Stadtarchitekten Bahn – doch Obacht, wenn sie auf den Alltag prallt. Neulich auf dem großen Baunataler Ratio-Parkdeck: Alles andere als dunkel und mit

„Papa, warum fährst du nicht drauf?“, fragt mich meine Teenager-Tochter. „Geht nicht, sind für Frauen reserviert“, antworte ich. Nachfrage: „Wieso? Sind das größere Parkplätze?“

Neulich an der Wildunger Allee: Das Scharnier wird barrierefrei geplant, die Stadt wappnet sich für den demografischen Wandel hin zur Seniorengesellschaft. Machste schon mal mit, denk’ ich, als ich mit dem Auto von der Wilhelm-Schultheis-Straße Richtung Allee will, halte und winke freundlich, um einen älteren Herrn die Fahrbahn Richtung Kurschattenbrunnen überqueren zu lassen.

Dieser lächelt und tut den ersten Schritt auf die Straße – als von der Allee aus ein Elektro-Rolli-Fahrer mit Höchstgeschwindigkeit um die Ecke biegt und ohne Zögern durchfährt. Der Fußgänger kann sich gerade noch durch einen Satz rückwärts retten und schaut dem rasanten Rollstuhl ebenso verdattert hinterher wie ich. Merke: Auch Barrierefreiheit ist Interpretationssache, wundert sich

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