Wildunger Rendezvouswoche eröffnet

Kunst beschäftigt Publikum der Brunnenmeile

+

Bad Wildungen - Der erste Tag der Festwoche auf der Brunnenmeile unter dem Motto „Das Rendezvous“ gehörte der Kunst und dem Verein Kunstraum Bad Wildungen.

Vereinsvorsitzender Klaus Heubusch: „Wenn ein jahrelang diskutiertes Bauprojekt wie das Scharnier endlich fertiggestellt und gelungen ist, dann ist das auch für Künstler Anlass genug, sich damit auf ihre Weise auseinanderzusetzten.“ Kunstraum-Mitglieder präsentierten am Samstag einen Einblick in ihre Arbeit und zeigten einen Querschnitt ihrer Werke. Sie stellten dar und dokumentierten, welch erfolgreichen Beitrag sie mit ihren Projekten zur Attraktivität der Altstadt leisten. „Brunnenmeile“ ist das Thema einer Ausstellung von Kunstraum-Künstlern mit interessanten sehenswerten Exponaten, die bis Ende Juli zu den Öffnungszeiten der Städtischen Bücherei dort zu sehen ist. Eine zweite Ausstellung unter dem Titel „Rendezvous“ eröffnete Kunstraum-Sprecher Bernd Ulrich im Haus Brunnenstraße 19. Die Künstler interpretieren hier das Thema auf vielfältige Art mit den unterschiedlichsten Motiven, Materialien, in verschiedenen Stilrichtungen und Arbeitsweisen. Die Ausstellung ist bis zum 6. Juli täglich von 14 bis 17 Uhr geöffnete. Bernd Ulrich: „Das Scharnier bringt in die Altstadt eine neue Qualität mit einer vorzüglich gelungenen Wohlfühlzone.“ So sähen das fast alle Bürger, „gemeckert wird nur noch selten.“ Viel beachtet wurde eine Kunstraum-Aktion an der Ecke Brunnenstraße/Eselspfad. Hier steht eine NaturART-Hütte, an der Erika Geitz kreativ verarbeitete Wald-Wurzel-Objekte zeigt und Bilder zu den Elementen Wasser, Luft, Feuer, Erde und Zeit. Thomas Graupner, der unter anderen acht Figuren aus dem Holz von acht auf der Brunnenstraße gefällten Ahornbäumen präsentiert: „Luft, Wasser, Feuer, Erde und Zeit sind fünf Elemente denen sich die Natur bedient, die Veränderungen bewirken; es gibt noch ein sechstes Element, welches der Künstler in seinem Sinne nutzt – das Unterbewusstsein.“ Graupner lädt die Besucher seiner NaturArt Ausstellung, mit der er neue Perspektiven in der Kunst aufzeigen will, dazu ein, selbst aktiv zu werden und aus diversen Holzteilen in vielen Maßen und Formen „Sozialplastiken“ – so hätte Joseph Beuys diese Art Arbeiten genannt – zu gestalten, plastische Holzbilder zum Mitnehmen nach Hause oder Aufhängen an Ort und Stelle. Das ist bis Ende der Woche täglich von 14 bis 18 Uhr möglich. Mit seinen großformatigen Fotos „Begegnungen mit dem Kurschatten“ an der Schaufensterfront des Hauses Brunnenstraße 59 ‚(Haus Oestreich) integriert Klaus Heubusch, Vorsitzender des Vereins Kunstraum Bad Wildungen, einen lange Zeit beklagten Schandfleck (dessen Tage gezählt sind) auf eigene Art und Weise ins Scharnier. Heubusch hat den Kurschattenbrunnen und seine Umgebung durch das Objektiv seiner Kamera aus allen möglichen Blickwinkeln eingefangen. Er hat zu vielen Zeiten bei Tag und Nacht im richtigen Moment auf den Auslöser gedrückt, so dass ihm eine ebenso informative wie originelle und unterhaltsame Kurschatten-Dokumentation gelungen ist, reich auch an Schnappschüssen. (szl)

Kommentare