Bad Wildungen:

Kurhaus-Wiederbelebung gescheitert?

- Bad Wildungen. Die angestrebte Reaktivierung des Kurhauses wäre ein schwieriges und teures Unterfangen. Eine Debatte in der Stadtverordnetenversammlung am Montagabend in der Wandelhalle brachte keine Klarheit.

Außergewöhnlich: Die Beschlussvorlage lautete, einer Summe von 300 000 Euro für den Instandsetzungsbedarf „nicht zuzustimmen“. Hintergrund: Im Magistrat gab es keine Mehrheit für einen solchen, so Bürgermeister Volker Zimmermann, „gewaltigen Kraftakt“. Jedoch lehnte das Parlament mit 19 gegen 13 Stimmen die Beschlussempfehlung „nicht zustimmen“ ab. Darauf großes Rätselraten: „Was haben wir jetzt eigentlich beschlossen?“ Einen Freibrief für die besagten 300 000 Euro? Nein, vorerst passiert gar nichts. Erst bei der Haushaltsvorlage für 2012 wird man sehen, ob das Wildunger Sorgenkind Nummer eins dort mit einem nennenswerten Betrag verankert ist. Marmorpalast gammelt Der einstmalige Marmorpalast gammelt derweil seit der Schließung vor einigen Jahren vor sich hin, er verfällt immer mehr. An der Außenfront machen sich Spinnweben breit. Nur noch ein größerer Nutzer ist in einem Teilbereich drin: die Außenstelle der Technischen Hochschule Mittelhessen. Der Bürgermeister machte klar, diese 300 000 Euro seien notwendig zur Erreichung eines „Mindeststandards“. Die Renovierungsliste ist lang, vom Austausch der Brandmeldeanlage (110 000 Euro) bis zu einem neuen Fußbodenbelag im Foyer (50 000 Euro).

Mehr in der WLZ-Zeitungsausgabe vom 10. August.

Kommentare