Bad Wildungen

Nie langweilig, tolle Charaktere - Video

- Bad Wildungen (su). „Ich bin hibbelig, aber nicht nervös.“ Ulrich Tukur alias Felix Murot, der neue Tatort-Ermittler aus Hessen, sprüht vor Energie, als er am Freitagabend zur Vorpremiere durch die Arkaden der Wildunger Wandelhalle eilt, hinein in den großen Saal.

Schnurstracks geht er hinauf auf die Bühne zur Kurzprobe mit den zwei Musikern, die er zuvor noch nie gesehen hat. Aus dem Stand spielen die drei die doppelte „Lilli“ ein, das berühmte Lied von Zarah Leander, und das moderne, das den Tumor in Felix Murots Kopf besingt. Der LKA-Ermittler hat ihn so getauft und „Lilli“ prägt den Charakter der neuen Tatort-Figur mit. Für Tukur war diese Besonderheit an Murot eine Voraussetzung dafür, dass er in dieser Rolle in den Krimi-Klassiker eingestiegen ist. Nach dem Film wird Tukur, der als Schauspieler wie Sänger erfolgreich ist, mit seinem Live-Auftritt das Publikum hinreißen. „Bin ich etwas zu früh eingestiegen? Wir machen´s nochmal.“ Der Draht zu dem Gitarristen Bertram Denzel (er hat die Filmmusik und Lilli II geschrieben) und der Akkordeon-Musikerin Franka Lampe bei der Probe ist sofort aufgebaut. „Das macht auf Anhieb Spaß“ sagt sie. Beim dritten Anlauf passt alles zwischen den dreien. Weiter geht’s zum Interview für den Hauptdarsteller. Dreimal steht er Rede und Antwort. Er berichtet von den faszinierenden Eindrücken des „leeren“ Edersees: „Die Wolken darüber, das sind Bilder wie aus einem fremden Land. Das könnte auch in Kanada oder Afghanistan sein.“ Der See – ein fremdes Land Ein fremdes Land, für viele Südhessen ist der Norden ihres Bundeslandes nichts anderes. Hr-Intendant Helmut Reitze ging in seiner kleinen Einführung zum Film darauf ein. Er stammt selbst aus der Region und erklärte, was ihn von seinem Amtsantritt an besonders bewegt: „Ich möchte, dass wir als hr auch in Nordhessen stärker präsent sind, nicht nur im Rhein-Main-Gebiet.“ Spontaner Applaus des Publikums.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ-Ausgabe vom Samstag, 13. November 2010.

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