Weshalb Seniorenzentrum Sachsenhausen schon jetzt große Nachfrage erzeugt

Lebensabend nahe der Heimat

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Angela Ulrichs, Sabine Patounis und Christa Schneider (von links) beantworteten viele Fragen, zur Freude des Frankenberger DRK-Geschäftsführers Christian Peter und von Helmut Merhof.

Waldeck-Sachsenhausen - Das Sachsenhäuser Seniorenzentrum ist gerade bei der älteren Generation in der Stadt Waldeck ein Dauerthema. Diese Tatsache schlug sich auch bei der Gewerbeschau nieder.

Viele Gäste schauten am Stand des DRK-Kreisverbandes Frankenberg vorbei, um sich etwa über Möglichkeiten zu informieren, Plätze zu buchen.

„Anmelden kann man sich noch nicht, weil wir erst mit den Bauarbeiten im kommenden Jahr fertig sein müssen“, erläuterte Sabine Patounis und ergänzte: „Es kann immer einmal zu unerwarteten Verzögerungen kommen und viele würden termingerecht ihre bisherige Mietwohnung kündigen, wenn sie einen Einzugstermin genannt bekommen.“

Die Nachfrage nach den 60 Wohnplätzen sei aber bereits groß. Ergänzend zählen acht Einheiten für betreutes Wohnen dazu, in denen die Mieter zusätzliche Dienstleistungen nach Wunsch und Bedarf bestellen können wie Essenlieferung, Haushaltshilfe oder einen ambulanten Pflegedienst.

Die Einrichtung bietet zudem acht Tagespflegeplätze an. Hier werden Pflegebedürftige versorgt, die zu Hause bei den Familie leben, sich aber über mehrere Stunden des Tages im Seniorenzentrum aufhalten.

Integriert sind daneben sechs Kurzzeitpflegeplätze. Sie werden zum Beispiel von Pflegebedürftigen in Anspruch genommen, wenn deren Familien, bei denen sie wohnen, für einige Tage oder Wochen in den Urlaub fahren.

Der SPD-Unterbezirksvorstand betonte bei einem Besuch der Baustelle jüngst, wie wichtig das Seniorenzentrum für Waldeck ist. „Auch wenn statistisch ein Überangebot an Plätzen im Kreis existieren sollte, ist die Verteilung sehr unterschiedlich“, sagte Vorsitzender Dr. Christoph Weltecke. An einigen Orten konzentriere sich das Angebot, an anderen fehle es ganz. Alte Menschen hätten aber einen Anspruch auf einen Lebensabend in der Nähe ihrer Heimatdörfer.

Tatsächlich bestätigt Sabine Patounis, dass viele Anfragen von Heimbewohnern vorlägen, die beispielsweise von einer Naumburger Einrichtung zurück nach Sachsenhausen ziehen wollten.

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