Herbstkonzert des Sängerbezirks Edertal: Vier Chöre begeistern mit reichhaltigem Repertoire

Lebensfreude und Jogging fürs Gehirn

Edertal-Affoldern - Eine abwechslungsreiche Mischung volkstümlicher Melodien präsentierten vier Chöre des Sängerbezirks Edertal bei ihrem Herbstkonzert in der Festhalle in Affoldern.

Die Sängerinnen und Sänger gaben eindrucksvolle Beweise ihres Könnens und boten einen breiten Ausschnitt aus ihrem reichhaltigen Repertoire.

Bezirksvorsitzender Gregor Große Wiesmann begrüßte die zahlreichen Gäste im gut gefüllten Saal, darunter auch viele Zuhörer, die nicht einem Gesangverein angehören, aber sich dem Chorgesang treu verbunden fühlen. Die liebevollen herbstlichen Dekorationen stimmten auf die „goldene Jahreszeit“ ein. „Singen macht Spaß und hebt die Lebensfreude. Musikalische Betätigung ist Jogging für das Gehirn, weil beim Singen und Musizieren sehr viele Areale des Gehirns beteiligt sind und aktiviert werden“, sagte der Vorsitzende.

Alte Lieder, neue Texte

Bezirkschorleiterin Martina Leifels führte durch das zweistündige Programm. Es präsentierte sich vielfältig herbstlich, unter anderem mit mehreren Jäger- und Heideliedern.

Den bunten Melodienreigen eröffnete der Singkreis Altwildungen mit Sabine Draude mit dem Lied „Freunde, die ihr seid gekommen“ und gab im zweiten Vortag den guten Rat „Lebe dein Leben mit Lachen und Singen“. Im zweiten Teil des Abends traten die Frauen noch einmal auf. Bei „Musik kennt keine Grenzen“ von Otto Groll erfüllt Gesang die ganze Welt und „Bunt sind schon die Wälder“ ist als typisches Herbstlied nach einem Gedicht von Josef Michel getextet und arrangiert. Als letzten Beitrag hatte der Chor ein österreichisches Gute-Nacht-Lied gewählt.

Alte Volkslieder mit neuem Text ließen aufhorchen. Der MGV Liedertafel 1871 Altwildungen, der von Martina Leifels geleitet wird, hatte mit „Sing mit uns ein Lied“ und „Mit frischem Lebensmut“ zwei solcher Lieder im Gepäck. Im zweiten Teil ging es in die Heide. In den Volksliedern „Ich schreit auf grünen Wegen“ und „Auf der Lüneburger Heide“ wird bildhaft eine Wanderung durch die Heidelandschaft am frühen Herbstmorgen beschrieben. Der Gesangverein Hemfurth-Edersee wurde von Harald Kugeler dirigiert. „Schäfers Sonntagslied“ ist 1815 nach dem bekannten Gedicht von Ludwig Uhland entstanden und der zweite Beitrag „Tebje Pajom“ stammt aus der russisch-orthodoxen Kirchenliturgie. Viel Beifall erhielten die Hemfurther auch für das „Ave Maria der Berge“, in dem Jürgen Dzikus kraftvoll das Solo sang. Als amerikanisches patriotisches Volkslied ist „Glory Halleluja“ bekannt.

Den Kreis der Chöre schloss der Frauenchor aus Kleinern mit seiner Leiterin Elisabeth Guthoff. Die Vertonung zweier romantischer Gedichte von Eichendorff und Goethe hatte der Chor für seinen Auftritt ausgewählt. In „O Täler weit, o Höhen“ wird Abschied vom Wald genommen und der Chorsatz „Gefunden“ ist eine Homage an Goethes Frau Christiane. „Hase und Jäger“ ist nach einem bekannten Kinderlied entstanden. Der letzte Beitrag „Im Wald, wo’s Echo schallt“ wurde von den Frauen naturgetreu gestaltet, indem drei Stimmen als „Echo-Chor“ aus der hinteren Saalhälfte entsprechend antworteten. Die Zuhörer waren beeindruckt.

Universalsprache der Welt

Das Publikum dankte für die Leistung der Chöre mit reichlichem Applaus. „Musik ist in allen Teilen der Welt als Universalsprache anerkannt und es steht außer Frage, dass sie bestes Mittel zum Brückenbauen ist“, verabschiedete Gregor Große Wiesmann die Zuhörer, bevor alle gemeinsam in das volkstümliche Abendlied „Kein schöner Land“ einstimmten.

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