Schlüsselübergabe beim Festgottesdienst:

Manderner haben nach vier Jahren ihre Kirche wieder

+

Bad Wildungen-Mandern - Nach knapp vierjähriger Bauzeit ist die evangelische Kirche in Mandern wieder nutzbar.

„Tut mir auf die schöne Pforte“, erklang es vor dem Portal, als die Gemeinde mit einem Festgottesdienst das Ende der Sanierung feierte. Ein neuer heller Glanz erwartete die zahlreichen Besucher hinter der „schönen Pforte“ in dem für rund 920 000 Euro renovierten Gebäude, dessen Geschichte bis in das 13. Jahrhundert zurückreicht. Zuvor hatte Architekt Torsten Zimmer bereits den symbolischen Schlüssel an Hildegard Kraft übergeben.

In ihrer Ansprache ging die Kirchenvorsteherin auf das ein, was ein Gotteshaus auszeichnet: „Wir haben wieder einen schönen Ort, wo wir vor Gott treten, loben, danken, bitten und neue Kraft schöpfen können.“ Angeführt von Pfarrer Hubertus Marpe schritten die Jugendlichen mit Kerzen, Bibel und Kreuz zum Chorraum und platzierten die Gegenstände auf dem Altar; ein Zeichen dafür, dass nun wieder Gottesdienst gefeiert werden kann.

„Es ist ein gutes Zeichen, wenn der Pfarrer stehen muss, weil kein Platz ist“, bemerkte Marpe über den großen Andrang, denn schließlich wollten viele Manderner ihre „neue“ Kirche endlich einweihen. In seiner Predigt ließ der Gemeindehirte die Sanierung noch einmal Revue passieren. Die mehrjährige Dauer kommentierte er mit den Worten: „Was sind schon vier Jahre, wenn der Berliner Flughafen auch noch nicht fertig ist?“ Im Gegensatz zum BER habe man in Mandern nur Mehrkosten von 5 Prozent stemmen müssen.

450 Arbeitsstunden und 79 000 Euro Eigenleistung

Dankbar wurde auch auf die große Spendenbereitschaft der Menschen geblickt, die damit ihre Liebe zur Kirche zum Ausdruck gebracht haben. Besonders der tatkräftige Förderverein leistete nicht nur 450 Arbeitsstunden, sondern brachte durch verschiedene Aktionen zudem 79 000 Euro zusammen. „Für einen kleinen Ort wie Mandern ein hervorragendes Ergebnis. Ich bin stolz auf das Erreichte und hätte dies nicht für möglich gehalten“, sagte der Vereinsvorsitzende Heinrich-Alfred Müller. (sh)

Kommentare