Schlussbericht für Bäderkonzept überreicht: Freibad und Eisbahn ohne Chance

Bad für 10 bis 23 Millionen

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Dr. Stefan Kannewischer (r.) überreichte den Schlussbericht für das Bäderkonzept an Parlamentsvorsteher Wolfgang Nawrotzki.Foto: pr

Bad Wildungen - Sechs Varianten für ein neues Bad Wildunger Schwimmbad liegen vor - vom reinen Sportbad bis zur Therme. Kosten: zwischen 10 und knapp 23 Millionen Euro. Details dazu stehen im Schlussbericht für das Wildunger Bäderkonzept.

Anläßlich eines Arbeitsbesuches in der VitaSol Therme in Bad Salzuflen übergab Dr. Stefan Kannewischer den Schlussbericht zur Erarbeitung eines Bäderkonzeptes für Bad Wildungen an Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Nawrotzki. Der Schlussbericht ist das Ergebnis von intensiver Arbeit einer überfraktionellen Arbeitsgruppe der Stadtverordnetenversammlung, die im Frühsommer 2014 ihre Arbeit aufnahm.

Dr. Kannewischer: „Die Aufgabe in Bad Wildungen ist auch für unser Unternehmen eine spannende Herausforderung gewesen. Wir haben in einer Moderationsphase die beteiligten Stadtverordneten bei einer Klärung der Ausgangslage und bei der Festlegung von Kriterien für eine Nachfolgelösung Heloponte begleitet. Danach haben wir mit unserem gesamten Know-How im Auftrag der Stadt eine Fülle von Fakten für die verschiedenen Möglichkeiten des zukünftigen Badeangebots erarbeitet und in diesem Schlussbericht gebündelt.“

Stadtverordnetenvorsteher Nawrotzki bedankte sich bei Dr. Kannewischer, Geschäftsführer der Kannewischer Management AG aus Zug in der Schweiz, für die Qualität der vorgelegten Expertise: „Die Stadtverordnetenversammlung, der Magistrat und die Verwaltung verfügen nun über gesichertes Datenmaterial zu insgesamt sechs Varianten vom reinen Sportbad (Minimallösung) bis zum Neubau einer Therme mit angeschlossenem Sportbad.“

Die Investitionssummen für ein neues Schwimmbad bewegen sich dabei zwischen 10 und 22,9 Millionen Euro brutto, also mit Mehrwertsteuer. „Leider konnten aufgrund von zu geringen Besucherzahlen das Freibad und die Eisbahn nicht mehr in der Nachfolgelösung berücksichtigt werden.“ Für alle sechs Varianten sind im Schlussbericht funktionale und betriebswirtschaftliche Daten ermittelt und durchgerechnet.

Bürgerversammlung am 29. Juni

Laut Parlamentsvorsteher Nawrotzki erhalten alle Stadtverordneten und Magistratsmitglieder den Schlussbericht, um sich in die Materie einarbeiten zu können. Darüber hinaus wird der Schlussbericht in einer Bürgerversammlung am Montag, 29. Juni, 19 Uhr in der Wandelhalle der Öffentlichkeit vorgestellt.

Anschließend müssen die städtischen Gremien die Varianten diskutieren und bewerten. Ein im Weiteren zu konkretisierender Lösungsansatz sollte möglichst bald von den Entscheidern festgelegt werden. Dr. Kannewischer veranschlagt einen Zeitraum von bis zu vier Jahren bis zu einer Neueröffnung.(höh/r)

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