Bad Wildungen

Molkerei-Ruine ideal für Großübung

- Bad Wildungen (jm). Explosion in der Molkerei, rund 20 Verletzte sind zu bergen und zu versorgen: Bad Wildunger Feuerwehr, Rotes Kreuz und Technisches Hilfswerk inszenierten am Samstag eine teilweise spektakuläre Großübung.

Alle drei Rettungsorganisationen zeigten eindrucksvoll, wie gut sie ausgerüstet und ausgebildet sind.

An dem Katastrophenschutzeinsatz auf dem Molkereigelände in der Itzelstraße waren 130 Rettungskräfte beteiligt, darunter zahlreiche „Mimen“ von der Abteilung „Unfalldarstellung“ des DRK. „Alles kleine Schauspieler“, so die dafür zuständige Katharina Simshäuser vom Roten Kreuz Bad Wildungen. Der Wildunger Mimentrupp war aufgestockt worden durch Gleichgesinnte aus ganz Hessen.

Tatsächlich gingen diese Mimen fast professionell zu Werke, sie riefen jämmerlich aus allen Ecken und Enden „Hilfe!“, „Aua, mein Bein tut weh!“ oder „Warum hilft mir denn keiner?“ An Kunstblut wurde nicht gespart, damit alles so echt wie möglich wirkte. Die seit Längerem leer stehenden Molkereigebäude gleichen bereits einer riesigen Ruine. „Ein ideales Übungsgelände“, freute sich Reinhold Best, Leiter des Katastrophenlöschzugs der Wildunger Feuerwehr. Betonmauern konnten ohne Bedenken zertrümmert, sperrige Eisenteile zersägt und klemmende Türen mit Brachialgewalt geöffnet werden. Neben dem Badestädter DRK war auch der Kreisverband Frankenberg präsent, ferner der Ortsverband Bad Wildungen des Technischen Hilfswerks. Mehr lesen Sie in der gedruckten Montagausgabe der WLZ.

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