Bad Wildungen

„Müssen das Heloponte neu denken“

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- Bad Wildungen (su). Zwei Dutzend Köpfe rauchen nach einer Reise durchs Hessenland. Es sind die Köpfe jener, die seit einigen Monaten am „runden Tisch Heloponte“ sitzen.

Drei Bäder haben sie sich in der vergangenen Woche angeschaut und eine Menge Anregungen fürs Heloponte mitgenommen. In der laufenden Woche treffen die Vertreter von Politik, Verwaltungen, von unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen und Stammgäste nochmals zusammen, um ihre Eindrücke zu besprechen, nachdem sie einige Nächte darüber geschlafen haben. Es ist voraussichtlich die letzte Zusammenkunft, bevor die Beratungen in eine öffentliche Diskussion aller interessierten Wildungerinnen und Wildunger über die Zukunft der beliebten Freizeitanlage münden sollen.

Wer eigene Vorschläge und Ideen hat, kann sie bis zum 15. November über ein Formular der Wildunger Homepage www.bad-wildungen.de (Link ist gleich rechts oben auf der Seite zu finden) kundtun. Oder man meldet sich zu diesem Zweck telefonisch oder per Mail beim städtischen Mitarbeiter Ralf Bäzol unter 05621/701-206/ralf.baezol@bad-wildungen.de.Darüber hinaus werden demnächst die Namen derer veröffentlicht, die am runden Tisch teilnehmen. Sie stehen als zusätzliche Ansprechpartner für Anregungen zur Verfügung.

Bürgermeister Volker Zimmermann fasst seinen persönlichen Eindruck von der Bäderreise nach Marburg, Gladenbach und Aßlar bei Wetzlar so zusammen: „Es handelt sich ausnahmslos um Bäder mit gemäßigten Eintrittspreisen mit den Schwerpunkten Sport und Familie.“ Zu einem Wellness-Tempel könne das Heloponte nicht werden, „abgesehen davon, dass viele von denen schon wieder ins Trudeln geraten sind“. Der runde Tisch sei sich einig darin, dass die grundsätzliche Ausrichtung der Wildunger Freizeitanlage erhalten bleiben müsse: familienfreundliches Freizeitvergnügen, verbunden mit Schwimmen als Fitness- und Gesundheits-, als Vereins- und Schulsport. „Außerdem soll das Thema Gesundheitstourismus ins Angebot integriert werden“, fügt Zimmermann hinzu. Über diese Ansprüche hinaus dürfe es aber „keine Tabus geben. Wir müssen das Heloponte neu denken und dabei das gesamte Gelände einschließlich des Freibades einbeziehen.“

Rund 8 Millionen Euro würde die Sanierung des Heloponte in seiner augenblicklichen Gestalt nach bisherigen Erkenntnissen verschlingen – nur um das aktuelle Angebot zu erhalten. Das Risiko, dass die bejahrte Bausubs­tanz in den kommenden Jahren weitere, unvorhergesehene Belastungen bringt, bliebe bestehen.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Dienstag, 1. November

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