Bad Wildungen

Museumsnacht gelungener Mix aus Kunst und Kultur

- Bad Wildungen. Aus einer kulturellen Veranstaltung wurde am Samstag ein regelrechtes Stadtfest: Tausende tummelten sich zwischen Wandelhalle und Schloss Friedrichstein. Zum ersten Mal hatte die Badestadt zur Museumsnacht eingeladen – aber sicher nicht zum letzten Mal. Denn dank sommerlichen Wetters mit Temperaturen über 20 Grad bis in den Abend, eines gelungenen Angebotes für Familien und einer großen kulturellen Auswahl war die Premiere ein großer Erfolg.

Bürgermeister Volker Zimmermann betonte bei der Eröffnung, dass man von Bad Wildungen mit Recht von einem hessischen Kunststandort von hohem Rang sprechen könne. Professor Dr. Bernd Küster, Leiter der Museumslandschaft Hessen Kassel (mhk), hob hervor, durch Schloss Friedrichstein fühlten sich die Kasseler Museen in das kulturelle Leben der Badestadt eingebunden: „Wir haben uns gerne an der Museumslandschaft beteiligt und werden das gerne auch alle zwei Jahre wieder tun.“ Bad Wildungens Museumsleiter Bernhard Weller verwies auf die „ungewöhnliche Museumsvielfalt“ der Stadt, Gerhard Kessler erläuterte die Geschichte der Roten Killerfiguren, die vor der Wasserwand aufgestellt waren. Gleichzeitig mit der Eröffnung der ersten Bad Wildunger Museumsnacht am Nachmittag in der Wandelhalle öffneten auch Stadtmuseum, Quellenmuseum und das neue Atelier Willi Tillmans sowie die Stadtkirche ihre Türen für die Besucher. Für ganz besonderes Flair sorgten die Mitglieder des Vereins für hessische Militär- und Zivilgeschichte. Im Innenhof von Schloss Friedrichstein exerzierten sie als Soldaten des Hessen-Kasselischen Feldjäger-Corps 1777 und des hochfürstlich Hessen-Kasselischen Füselier-Regiments von Ditfurth; die Soldaten in ihren historischen Uniformen lagerten mit „Weibern und Kindern“ im Schlosshof und hatten auch Kameraden eines schottischen Hochlandregiments mitgebracht, die in Amerika mit den „Hessischen“ Seite an Seite gekämpft hatten. Auch Königin Luise mit ihrer Leibgarde war überraschend zu Besuch gekommen. Steffen Schenk stellte mit Tusche und Feder „Passierscheine“ für die Besucher aus.

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