Für 19. März geplante öffentliche Sitzung des Tourismusausschusses ist verschoben worden

Nach Ostern wird Info-Zentrum Thema

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Hier am Hang, dicht an der Sperrmauer, könnte ein Neubau für die ET entstehen. Altbau-Ankauf und Sanierung wären eine Alternative. Kur nach Ostern soll in Hemfurth eine öffentliche Tourismusausschuss-Sitzung dazu stattfinden.

Edertal - Der Fraktion WIR Edertaler geht es entschieden zu langsam voran beim Thema, wie und wo die Edersee-Touristic künftig an der Sperrmauer die Gäste empfangen und informieren soll.

In der letzten Parlamentssitzung vor dem Abschied von Bürgermeister Wolfgang Gottschalk hatte die SPD das Thema ins Rampenlicht zurückgeholt mit einem Initiativantrag. Holger Blume von WIR Edertaler hatte angekündigt, eine Bürgerbefragung zu dem Thema zu organisieren.

Schließlich einigte sich das Parlament darauf, die Frage möglichst rasch in einer Sitzung des Tourismusausschusses zu behandeln. Diese öffentliche Sitzung sollte am 19. März im Hemfurther Bürgerhaus stattfinden, doch der Ausschussvorsitzende Karl-Heinrich Neuschäfer (SPD) sagte den Termin ab. Grund: Es seien vorab noch zu viele Fragen zu klären.

„Unsere Anfrage, um welche Fragen es sich handelt, wurde bis heute nicht beantwortet. Diese Vorgehensweise ist nicht akzeptabel“, kritisiert Holger Blume von WIR Edertaler.

Nach einem Monat der Untätigkeit habe es seitens des Vorsitzenden keinen Informationsaustausch mit den Mitgliedern des Tourismusausschusses gegeben. „Da der Termin lange genug bekannt war, hätten wir uns eine gemeinsame Umsetzung gewünscht, um die Veranstaltung im Hemfurther Bürgerhaus vorzubereiten“, fügt Blume in einer Presseerklärung seiner Fraktion hinzu. Er fordert schnellstmöglich eine Info-Veranstaltung, um die Bürger über mögliche Varianten des neuen ET-Domizils zu unterrichten.

Zuletzt wurden zwei Modelle diskutiert: ein Neubau direkt an der Sperrmauer - favorisiert unter anderen vom ET-Geschäftsführer Claus Günther - und der Einzug ins leer stehende FISS-Gebäude auf dem Sperrmauer-Vorplatz; nach Sanierung und Unbau.

„Hinter der Verzögerung steckt keinerlei böser Wille“, erklärt Karl-Heinrich Neuschäfer auf WLZ-FZ-Anfrage. Nach dem Beschluss der Gemeindevertretung für eine öffentliche Ausschusssitzung habe sich in der SPD-Fraktion erheblicher zusätzlicher Informationsbedarf herausgestellt. So war etwa die Frage, ob die energetische Sanierung des FISS-Gebäudes in den bislang diskutierten Kosten enthalten gewesen sei. Unklar war den Sozialdemokraten auch, welche Zinssätze die Gemeinde für ein kommunales Darlehen zahlen muss und ob es in dieser Hinsicht Unterschiede zwischen einem Neubau und dem Bezug einer sanierten Immobilie gibt. Wichtig aus Sicht der SPD auch die Frage, wie die zugesagte Förderung des Landes für einen Neubau gegebenenfalls auf einen Altbestand umgehoben werden kann und ob dies im vollen Umfang möglich ist. Das sind nur drei der in der SPD-Fraktion erörterten Unklarheiten. „Weil der Bürgermeister im Urlaub war, konnten wir im Vorfeld der Sitzung nichts klären“, sagt Neuschäfer. Sie trotzdem durchzuziehen, hätte aus seiner Sicht keinen Sinn ergeben. Nun fährt der Ausschussvorsitzende selbst in Urlaub. „Nach Ostern kümmere ich mich sofort um einen neuen Termin für die Ausschusssitzung“, verspricht er.

„Die Zeit läuft uns davon“, fürchtet unterdessen Irmgard Althoff, die für WIR Edertaler im Tourismusausschuss sitzt: „In einem Jahr wollen wir das große Jubiläum feiern und haben noch nicht einmal die Gestaltung des Sperrmauervorplatzes in trockenen Tüchern.“

Auch ET-Geschäftsführer Claus Günther hatte sich jüngst beim Hotel- und Gaststättenverband gewünscht, die Edertaler Parlamentarier mögen fünf Jahre nach den ersten Beratungen zum Thema bald eine gute Lösung finden.

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