Hochbetrieb bei bestem Badewetter am, im und auf dem Stausee

Nasses  Vergnügen im vollen Edersee

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Edersee - Endlich Sommer: Bestes Badewetter bei Temperaturen über 30 Grad lockt Einheimische und Urlauber an den Edersee – und der ist zur Hochsaison randvoll. – Ein Bild mit Seltenheitswert, das die trockene Saison 2011 beinahe vergessen lässt.

Parkplätze rund um den Edersee sind Mangelware, in Ausflugslokalen herrscht Hochbetrieb. Auf Liegewiese und an den Stränden tummeln sich Badegäste. Schwimmen, Surfen und Segeln sind angesagt. Wer kein Bad im kühlen See nimmt, der lässt sich an Bord der weißen Flotte den Wind um die Nase wehen und dreht mit einem Elektroboot eine Runde auf dem Edersee. – Urlaubsfreuden pur.

Über Sommer, Sonne, Badespaß in den großen Ferien freuen sich Schulkinder und Urlauber – und die Gastgeber rund um den Edersee. Denn bei eher spätherbstlichen Temperaturen und viel Regen waren die vergangenen Wochen im Beherbergungsgewerbe und in der Gastronomie oftmals mau. Die Sommersonne kurbelt endlich die heimische Wirtschaft an: Viele Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen sind ausgebucht.

Mit dem guten Wetter kommen die Gäste. „Sonntagabend nach dem erfreulichen Wetterbericht ging’s los “, sagt Franziska Brauer vom Waldecker Bürger- und Tourismusbüro und verweist auf rege Nachfrage. Die Internetseite der Stadt Waldeck wurde bislang von 37 500 Nutzern angeklickt (Durchschnitt: 30 000 Zugriffe im Monat), damit steuere die Bergstadt auf einen neuen Rekord zu. Gebucht wurde nicht nur im Internet, sondern viele kamen auch persönlich. „143 Urlauber suchten am Mittwoch das Tourismusbüro am Bürgerhaus auf“, zählte Franziska Brauer. Zu haben seien nur noch einzelne freie Quartiere.

„Wir haben einen vollen See, sehr viele Übernachtungs- und Tagesgäste – da sind wir alle sehr zufrieden“, zieht Claus Günther, Geschäftsführer der Edersee-Touristic, eine erfreuliche Zwischenbilanz für die Anrainer-Kommunen Edertal und Vöhl. Bei widrigem Ausflugswetter fehlten in den vergangenen Wochen vor allem die Tagesgäste am „blauen Auge Wal­deck-Frankenbergs“.

Der Sommereinbruch sei für die heimischen Betriebe in der Tourismusbranche außerordentlich wichtig, denn „sie müssen ihren Umsatz machen“.Das trockene Jahr 2011 mit allzu frühzeitigem Niedrigwasserstand im Edersee sei vielen noch im Gedächtnis. Das regenreiche Frühjahr 2012 verhilft Besuchern in diesem Jahr zu einem ganz anderen Edersee-Erlebnis: Der Stausee ist im Hochsommer randvoll – beste Voraussetzungen für alle Arten von Wassersport. „Jetzt muss nur noch das Wetter halten“, meint Günther zuversichtlich.

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