Bergsteiger- und Klettergruppe des SV Hundsdorf überbringt 3000 Euro an Spenden

Nepals einmalige Natur erleben und Gutes tun

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Bad Wildungen-Hundsdorf - Mutig sind sie, abenteuerlustig und reisefreudig - die Mitglieder der Bergsteiger- und Klettergruppe des SV Hundsdorf. Sie unternehmen regelmäßig anspruchsvolle Klettertouren, unter anderem im Hochgebirge fernab der Heimat. Und sie haben ein großes Herz.

Im November des vergangenen Jahres war es wieder soweit. Geplant war eine 24-tägige Trekkingtour im Himalaya. Und so machten sich Wilhelm Bock, dessen Tochter Carina, Werner Schade und Günther Schade auf, den Manaslu, mit 8163 Metern der achthöchste Berg der Welt, zu umrunden sowie anschließend bei einem Besuch des Dorfes Landruk die gesammelten Spenden an die dortige Schule zu übergeben. Erst zwei Tage nach ihrer Ankunft in Kathmandu, der Hauptstadt Nepals, erhielten die vier Kletterfreunde grünes Licht für ihre Tour. Aufgrund der starken Schneestürme zuvor und noch die Meldungen über die Katastrophe am Thorong La im Annapurna-Gebiet mit mehr als 40 Toten im Kopf, gab es bereits Überlegungen zu einer Alternativroute. Groß waren Freude und Erleichterung, als die Tour doch wie geplant starten konnte. Ein abenteuerlicher Weg lag vor der Gruppe: 130 Kilometer durch alle Klimazonen, über 4500 Meter Höhenunterschied, bei Temperaturen zwischen 40 Grad Celsius im tropischen Regenwald und minus 10 Grad Celsius in eisigen, schneebedeckten Höhen. Eine Wanderung durch tiefe Schluchten, entlang beängstigender Abgründe, vorbei an atemberaubenden Wasserfällen, über mehr oder weniger stabile Stein- und Hängebrücken. Steile Aufstiege und ebenso kräftezehrende Abstiege führten die kleine Gruppe gemeinsam mit ihren nepalesischen Begleitern durch eine beeindruckende Hochgebirgslandschaft. Unvergessliche Ausblicke auf die majestätische Bergwelt des Himalaya, faszinierende Entdeckungen in Flora und Fauna sowie zu Herzen gehende Begegnungen mit den Einheimischen werden den Kletterern lange in Erinnerung bleiben. Zu guter Letzt folgte am Ende ihrer Tour der Besuch der Dorfschule in Landruk. Verschiedene Wildunger Firmen, Vereine und Privatpersonen, sowie die Schüler und Lehrer der Auenbergschule in Odershausen hatten ein ebenso großes Herz wie die vier Kletterer und spendeten insgesamt eine Summe von 3000 Euro. An Ort und Stelle kauften die Wildunger davon Computer und Laptops. Kugelschreiber, Wachsmalkreide, Mützen, Zahnbürsten, einen Fußball und vieles mehr hatten sie aus Deutschland mitgebracht. Alles wurde in einen Jeep verladen und nach einer vierstündigen Fahrt durch unwegsames Gelände vor Ort zusammen mit 1000 Euro in bar an die Verantwortlichen der Schule übergeben. Schüler und Lehrer dankten den vier Überbringern und all den großzügigen Spendern, die dazu beitragen, den Kindern im fernen Nepal eine bessere Schulbildung zu ermöglichen. (cu)

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