Neue Rettungsstation im Fürstental

- Waldeck (jm). Mit knapp 1300 Mitgliedern in sieben Ortsgruppen geht der Kreisverband Waldeck-Frankenberg der Deutschen-
Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) in die neue Saison an Seen und in Schwimmbädern.

Allerdings sind die meisten „Passive“, die Zahl 
der Aktiven, so die Klage in der Jahreshauptversammlung in der Landesverbandsstation am Edersee in Waldeck, gehe leider zurück. Die DLRG Waldeck-Frankenberg betreibt an Twiste- und Diemelsee jeweils eine sowie am Edersee in Waldeck, Rehbach und Fürstental drei Rettungsstationen, insgesamt also 
fünf. Hinzu kommen weitere mannigfaltige Wachdienste, 
zumeist in Schwimmbädern. Dort werden auch Kindern 
diverse Schwimmabzeichen 
abgenommen. Wie Kreisverbandsleiter Klaus Kramer, Volkmarsen, mitteilte, betrug die 
Bilanz der vergangenen Saison 55 000 Wachstunden. Umzug im Sommer Eines der wahrscheinlich wichtigsten Jahresereignisse 2010 für den Kreisverband ist der bereits angelaufene Neubau der maroden Rettungsstation Fürstental mit einem Kostenaufwand von 140 000 Euro. Bereits in diesem Sommer hofft die DLRG, den Wachdienst in der, so Kramer, „funkelnagelneuen Station“ aufnehmen zu können. In einem Grußwort wies 
der stellvertretende Landesverbandsvorsitzende Hans Stracke (Bad Arolsen) auf die nach wie vor hohe Todesrate an 
Menschen aller Altersgruppen hin, die alljährlich ertrinken. 
In Deutschland waren es im 
vergangenen Jahr 474. Immer-
hin konnten zum Beispiel DLRG-Mitglieder in Hessen 89 Personen aus Lebensgefahr 
retten. Es müsse noch mehr für die Sicherheit getan werden. „Wir dürfen uns nicht 
auf unseren Lorbeeren ausruhen“, meinte Stracke. Ein nicht zu unterschätzender Faktor für Sicherheit ist übrigens bereits ein örtliches Schwimmbad. Stracke: „Wenn Schwimmbäder geschlossen werden, steigt die Unglücksrate an.“ Für ehrenamtliche Helfer wie die Aktiven der DLRG müssten, wie Stracke forderte, attraktivere Rahmenbedingungen geschaffen werden. Hier einige Verbandsnachrichten: Die einzelnen DLRG-Ortsgruppen mit aktuell 1251 Mitgliedern sind: Bad Arolsen (208), Diemelstadt (93), Gemünden (297), Korbach (264), Vöhl (122), Volkmarsen/Ehringen (155) und Waldeck (112). Recht gut bestellt ist es um die Tauchergruppe im Kreisverband mit zirka 20 ausgebildeten Einsatztauchern. Bei den fälligen Neuwahlen gab es nur wenige Veränderungen. Im Amt bleiben Vorsitzender Klaus Kramer und Stellvertreter Klaus Schultze aus Wal-deck („Klaus und Klaus“) sowie Schatzmeister Jürgen Seeger aus Bad Arolsen. Neuer Leiter der Öffentlichkeitsarbeit ist der Korbacher Udo Kirstein. Technischer Leiter Michael Dorl (Bad Arolsen) wird nunmehr unterstützt von der zweiten technischen Leiterin Natja Lux, Korbach, die sich um das Feld 
„Ausbildung“ kümmern wird. „Organisationsziel 2010“ ist laut Klaus Kramer die Verbesserung der Zusammenarbeit und Kameradschaft im Bezirk durch gegenseitig Hilfestellung und gemeinsame Veranstaltungen wie Bezirksmeisterschaften und Jugendzeltlager.

Kommentare