Swing zum Advent in der Kleinerner Kirche

Die "Neuen Alten" füllen die vom "Chörchen" hinterlassene Lücke

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Edertal-Kleinern - Nach der Auflösung des „Chörchens“ findet in diesem Jahr nach Jahrzehnten zum ersten Mal kein Adventschorkonzert in der Kirche in Kleinern statt. Statt dess lud das Frankenauer Bläserensembles die „Die Neuen Alten“ unter Leitung von Ricardo Blechschmidt zu einem vorweihnachtlichen Konzert „Swinging Advent“ ein.

Die Zuhörer erlebten einen heiter-vergnüglichen, bisweilen auch besinnlichen Abend mit bekannten und weniger zu hörenden weihnachtlichen Melodien. Mit Johann Sebastian Bach und ganz tiefem Blech der Tuben – in das fanfarengleich strahlende Trompetenklänge einstimmten – begann das Konzert, mit Musik, die – das wusste Moderator „Thomas“ - etwa zur gleichen Zeit entstanden ist wie die Dorfkirche in Kleinern. Auf dem Programm der Frankenauer Bläser, das auf „etwas andere Art“ lautstark auf Weihnachten einstimmte, standen neben geistlichen Werken vor allem Weihnachtslieder die jeder kennt, so das bekannte amerikanische Lied „Joy tot he world, the lord ist come“, dessen Melodie von Georg Friedrich Händel stammt und u a von Stars wie Johnny Cash, Nil Diomond und Malhalia Jackson zum Weihnachtshit gemacht wurde. Nie zu vor hatten wohl die Besucher in der Kirche Kleinern das alte deutsche Weihnachtslied „Macht hoch die Tür`“ in einer melodisch so flotten und zugleich andächtig stimmenden Version gehört. Mitreißend, ausgelassen und mit schier überschäumender Freude interpretierten die Frankenauer den US-Weihnachtshit „Gingle Bells“ im heißen Samba-Rhythmus und musikalisch gelungen und technisch imponierend zwei Sätzen (Marsch, Blumenwalzer) aus Tschaikowskys „Nussknackerswuite“. Begeistert haben Rhythmen aus einer irischen Stepptanzschau und das von Dean Martin und Frank Sinatra zum Weihnachtshit gesungene und von den Bläsern jazzig interpretierte „Winter Wonderland“ mit einem strahlenden Jazztrompetensolo. Den großen Erfolg des „Swinging Advent“ der „Neuen Alten“ machte außer dem technischen Können der Bläser und deren großer Spielfreude vor allem auch die gelungenen zeitgemäßen und teilweise ungewöhnlichen Arrangements der gespielten Werke aus, die dazu beitragen, dass die Musik der „Neuen Alten“ meilenweit von der der guten alten herkömmlichen Posaunenchöre entfernt ist. Pfarrer Jörn Rimbach, der Texte aus der Bibel las, sagte, er freute sich, dass die „Neuen Alten“, nachdem sie wegen der dort enten Raumverhältnisse nicht mehr zur Adventszeit in der Kirche Frebershausen spielen, jetzt nach Kleinern gekommen sind. Zum Abschluss des fröhlichen swingenden Adventskonzertes hörten die Besucher die bekannte Dudelsackmelodie „Highland Cathedrale“ bevor sie stehend begeisterten Schlussapplaus klatschen und „Zugabe, Zugabe“ riefen. Die gab es in Form eines Medleys bekannter Weihnachtslieder und nachdem die Gäste noch immer nicht genug hatten, spielten die Frankenauer Bläser zum Abschluss noch „Felize Navidat“, wünschten so „Frohe Weihnachten“ auf Spanisch und jeder der Musiker ging mit einem Schokoladen-Weihnachtsmann nach Hause. (szl)

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