Edersee-Touristic ist in das ehemalige Angelgeschäft in Affoldern gezogen

Neuer Standort auch keine Dauerlösung

Mit prachtvollen See-Szenen geschmückt ist die Fensterfront der neuen Geschäftsstelle der Edersee-Touristic im Info-Point Affoldern. ET-Geschäftsführer Claus Günther (links) und Edertals Bürgermeister Klaus Gier freuen sich über das Ende des Container-Provisoriums. Foto: Minke

Edertal-Affoldern - "Endlich ein gescheites Dach über dem Kopf": Claus Günther, Geschäftsführer der Edersee-Touristic, ist zufrieden über den Umzug aus Containern in ein Büro gleich nebenan im Info-Point Affoldern.

In den Räumen, in denen die Edersee-Touristic (ET) nun untergebracht ist, war lange Zeit ein Angler-Geschäft beheimatet. Nach dem Tod von „Angel-Schmidt“ ist das unbequeme Provisorium in Containern, das seit 2010 reichen musste, endlich beendet.

Edertals Bürgermeister Klaus Gier zeigte sich ebenfalls erfreut über die kürzlich vollzogene „einigermaßen vernünftige Unterbringung“. Allerdings ist auch diese neue Adresse der Edersee-Touristic nur eine Zwischenlösung. Günther und Gier sind vollkommen einer Meinung, dass die ET an die Sperrmauer gehört, „dort wo alles am See zusammenkommt“, betont Günther.

Ein Domizil für die Edersee-Touristic an der Mauer, eventuell verbunden mit einem Edersee-Dokumentationszentrum, ist für die zuständige Gemeindevertretung Edertal eine betonharte Nuss. Seit fast zehn Jahren diskutieren die Fraktionen über mannigfaltige Pläne, ohne jemals ein konkretes Ergebnis zustande zu bringen.

Der neue Edertaler Bürgermeister, seit rund 100 Tagen im Amt, unternimmt einen weiteren Anlauf - und ist recht optimistisch: „Im Herbst dieses Jahres wird eine Entscheidung getroffen. Die Lösung an der Sperrmauer ist dringend notwendig.“

Den Unterschied zwischen Affoldern und der Sperrmauer macht Günther mit zwei Zahlen klar: Etwa 4600 Gäste frequentierten pro Jahr die ehemaligen ET-Container, in der Info-Röhre auf der Mauer sind es schätzungsweise 40 000.

Eigentlich war das große Edersee-Jubiläum in 2014 (100 Jahre) die Zielmarke. Dies wird auf keinen Fall mehr gelingen, das Projekt kann frühestens 2015 die Geburtswehen hinter sich lassen und in die Realisierungsphase eintreten.

Bis dahin verbleiben Claus Günther und seine Mannschaft im Info-Point Affoldern. (jm)

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