Jim Herman zeigt sich begeistert von seinem Besuch im Unesco-Welterbe

Neuer US-Generalkonsul im Nationalpark

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Stellvertretende Nationalparkleiterin Jutta Seuring erläuterte dem neuen US-amerikanischen Generalkonsul Jim Herman auch die Hintergründe zum Weltnaturerbestatus.Foto: Nationalpark

Bad Wildungen/Edertal - Jim Herman, der neue U.S.-Generalkonsul in Frankfurt am Main, erkundete zwei Tage lang die Nationalpark-Region Kellerwald-Edersee.

Das stramme Programm reichte von der Eröffnungsfeier der reaktivierten Bahnstrecke Korbach-Frankenberg, einer Watt-Wanderung im Edersee-Atlantis über Besuche der Nationalparkeinrichtungen bis hin zu einer Exkursion ins Reich der urigen Buchen, das Unesco-Weltnaturerbe.

Jim Herman ist das neue Oberhaupt des Generalkonsulats der USA in Frankfurt am Main, des größten U.S.-Generalkonsulats weltweit. Es wahrt die Interessen von Amerikanern und amerikanischem Handel in Deutschland. Anders als eine Botschaft betreiben Konsulate keine Diplomatie.

Seit knapp vier Wochen ist Herman in Deutschland und besuchte zwei Tage gemeinsam mit seiner Frau die Nationalpark-Region. Sein großes Interesse an der Natur, am Schutz von Wildnis, an Umweltbildung sowie an nachhaltigem Tourismus waren Anlass für seinen Besuch.

Im nächsten Jahr feiert der amerikanische National Park Service (NPS) sein 100-jähriges Bestehen. In Vorbereitung auf dieses Jubiläum wollte sich Jim Herman über den einzigen hessischen Nationalpark Kellerwald-Edersee und Möglichkeiten des fachlichen Austausches informieren.

Die Nationalparkverwaltung hatte ein abwechslungsreiches Programm gestrickt und stieß im Ehepaar Herman auf zwei sehr interessierte und fachkundige Gäste. Begleitet wurden die beiden von der stellvertretenden Leiterin des Nationalparks Jutta Seuring. Zunächst feierten sie mit dem hessischen Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir sowie zahlreichen weiteren Gästen die Bahnstreckeneröffnung Korbach-Frankenberg. Der Generalkonsul sprach bei dieser Gelegenheit ein Grußwort.

Das Nationalpark-Zentrum Kellerwald mit seiner multimedialen Ausstellung schloss sich als nächstes Etappenziel an. Besonders gut gefiel dem Ehepaar Herman das 4-D-Sinne-Kino. Beeindruckt zeigten sich die beiden von den vielfältigen Bildungsangeboten für Kinder.

Weiter ging es zur Wattwanderung und zur Aseler Brücke. Naturpark- und Nationalpark-Führerin Rita Wilhelmi erzählte den Gästen unter anderem, dass vor der Flutung des Edertals vor 100 Jahren einige Häuser sorgfältig abgetragen und an anderer Stelle wieder errichtet wurden, so auch das Haus, in dem sie heute lebt. Diese persönliche Geschichte beeindruckte den Generalkonsul sehr.

Am Samstag wanderte das Ehepaar Herman - sportlich und geübt - gemeinsam mit Jutta Seuring drei Stunden durch den Nationalpark. Die „Hiking-Tour“ führte in das Unesco-Weltnaturerbe und über den Brückengrundsteig mit seinem Wildnis- und Abenteuercharakter.

Der Generalkonsul zeigte großes Interesse und bewies viel Kompetenz in Wald- und Naturschutzthemen. Ein intensiver Austausch über die unterschiedliche Organisation und Verwaltung von Nationalparks in den USA und Deutschland war für beide Seiten sehr interessant.

Schloss Waldeck und die Geschichte von „Snow White and the Seven Dwarfs“ entführten den Generalkonsul und seine Frau in die Welt der Brüder Grimm. Nach einer Stärkung auf der Burganlage aus dem 11. Jahrhundert ging es weiter zum Wildtierpark Edersee und zum Buchenhaus.

Seine Reise in die Nationalpark-Region begeisterte Generalkonsul Jim Herman. Sie markiert den Beginn eines Austausches, an den sich weitere Besuche anknüpfen sollen, auch von Konsulatsmitarbeitern und ihren Familien. Durch die direkte Bahnverbindung von Frankfurt ist die Nationalpark-Region ist die Anreise mit dem öffentlichen Personennahverkehr ab sofort kein Problem mehr. (r)

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