Consolaris soll von neu zu gründender Gesellschaft übernommen werden

Neustart in einem Monat

Die Zeiten sind vorbei, in denen das Geschäft mit der Sonne boomte. Das Insolvenzverfahren über Consolaris ist eröffnet worden, in einem Monat soll das Unternehmen von einer neu zu gründenden Gesellschaft übernommen werden.

Edertal - Das Insolvenzverfahren ist eröffnet worden - die Firma Consolaris wird voraussichtlich in einem Monat von einer neu gegründeten Gesellschaft übernommen.

„Das Verfahren über das Vermögen der Consolaris ist am 1. November eröffnet worden“, teilte Insolvenzverwalter Dr. Hans-Jörg Laudenbach auf WLZ-Anfrage mit. Der Betrieb werde zunächst weitergeführt. In einem Monat soll das Unternehmen mit den vorhandenen Mitarbeitern von einer nachfolgenden Gesellschaft weitergeführt werden, erläutert der Gießener Rechtsanwalt die weiteren Pläne.

Unklar sei jedoch, ob der bisherige Standort erhalten bleibt. Knackpunkt sei nämlich die Höhe der Miete, die vor einigen Jahren offenbar aus steuerlichen Gründen auf 7000 Euro festgesetzt worden sei. Damals spaltete sich das Unternehmen auf in Entrason Solarparks und Consolaris Energietechnik. Entrason blieb Grundstückseigentümerin und wurde einige Monate später insolvent.

Laudenbach kündigte Gespräche mit beteiligten Banken und dem Insolvenzverwalter an, mit dem Ziel, die Miete zu reduzieren. „Wenn es bei diesem Pachtzins bleibt, kann auch die Nachfolgegesellschaft nicht weitermachen.“

„Keine Millionenwerte zu erwarten“

Sie werde von der Ehefrau des Consolaris-Geschäftsführers Axel Bänsch gegründet. Alle neun Mitarbeiter sollen übernommen werden, ebenso der Auszubildende. Vorgesehen sei es, die bisherigen Firmenbereiche, darunter Vertrieb und Installation von Photovoltaik-Anlagen, Systeme für die solare Warmwasserbereitung und zur Heizungsunterstützung sowie im Bereich regenerativer Heizungstechnik um Beratung von Solarparks zu ergänzen. Im Bereich Solarthermie gebe es Aufträge für die inzwischen schlank aufgestellte Firma.

Bei der Abwicklung des Vermögens seien keine Millionenwerte zu erwarten, kommentierte der Insolvenzverwalter. „Der Fahrzeugpark war weitgehend geleast.“

Mit den Verwertungserlösen - Laudenbach rechnet mit 100 000 Euro oder weniger - werden zuerst Sicherungsgläubiger bedient. Was dann noch übrig bleibe, gehe an die weiteren Gläubiger. Wie viele das sind, dazu konnte Laudenbach gestern noch keine Angaben machen.

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