Notarzteinsatzfahrzeug künftig am Fürstenhof stationiert

Im Notfall noch schnellere Hilfe

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Am neuen Standort für das Notarzt-Fahrzeug am Fürstenhof, von links Gerhard Biederbeck, Fachdienstleiter Rettungsdienst im Landkreis, Dr. Rudolf Alexi, Ärztlicher Rettungsdienst-Leiter im Kreis, Asklepios-Regionalgeschäftsführer Dr. Dirk Fellermann, DRK-Vorsitzender Dr. Ulf Jonas, Erster Kreisbeigeordneter Jens Deutschendorf und Leitender Notarzt Dr. Christian Wöhner.

Bad Wildungen - Das in der Badestadt stationierte Notarzteinsatzfahrzeug steht neuerdings im Fürstenhof. Dort wurden im hinteren Gebäudeteil getrennte Bereitschaftszimmer für Notarzt und Fahrer, eine Küchen- und eine Nasszelle auf rund 85 Quadratmetern hergerichtet. Die Kosten in Höhe von rund 120.000 Euro trugen die Krankenkassen.

Dr. Dirk Fellermann, Asklepios-Regionalgeschäftsführer,sagte in der Feierstunde am neuen Standort, vor allem die Finanzierung beschäftigte zwei Jahre die verantwortlichen Gremien. Mit der Inbetriebnahme der neuen Station an der Asklepios-Fachklinik Fürstenhof seien viele Vorteile verbunden. Vor allem der gemeinsame Standort von Arzt, Rettungssanitäter und Fahrzeug reduziere die Einsatzzeit.

1454 Einsätze im vergangenen Jahr

DRK-Vorsitzender und Asklepios-Chefarzt Dr. Ulf Jonas sagte, die Zusammenarbeit von Rotem Kreuz und Stadtklinik habe in Bad Wildungen eine lange Tradition. Auch der Ärztliche Leiter des Rettungsdienstes im Landkreis, Dr. Rudolf Alexi, begrüßte die Zusammenlegung und würdigte alle Beteiligten für ihren Einsatz. Erster Kreisbeigeordneter Jens Deutschendorf zeigte sich zufrieden mit der neuen Lösung für den Notarzteinsatz.

Beim Notarztsystem in Bad Wildungen mit 15 teilnehmenden Notärzten und 1454 Einsätzen im vergangenen Jahr habe es durch den Standort des Einsatzfahrzeugs im Freien bei der Asklepios-Stadtklinik immer mehr Probleme gegeben. So seien durch Witterungseinfluss immer wieder Medikamente unbrauchbar geworden, der Einbau einer Heizung sei aus versicherungstechnischen Gründen nicht möglich gewesen, sagte Deutschendorf.

Eine Notlösung mit der Unterbringung des Notarztfahrzeuges in der DRK-Rettungswache war ebenfalls nicht optimal, weil die räumliche Trennung von Notarzt und Fahrer hohe Anfahrts- und Ausrückzeiten verursacht habe.

Laut Deutschendorf betrage die durchschnittliche Ausrückzeit in Bad Wildungen zurzeit etwa drei Minuten, die Eintreffzeit innerhalb der geforderten 15 Minuten werde zu 86,18 Prozent eingehalten. Der Vize-Landrat ist sich sicher, dass die bisher „hohe Ausrückzeit“ durch den neuen Standort Fürstenhof noch einmal verkürzt werden kann. „Somit ist der Umbau und die Unterbringung von Notarzt, Rettungssanitäter und Rettungsfahrzeug an einem Ort im Fürstenhof ein bedeutender Fortschritt für das Notarztsystem im Raum Bad Wildungen und zugleich eine wichtige strukturelle Verbesserung“, stellte der Erste Kreisbeigeordnete fest. (szl)

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