Ober-Werbe:

Pfeifen ein Fall für den Orgel-Doktor

- Waldeck-Ober-Werbe. Das Kircheninstrument stand ursprünglich in der Vöhler Kirche. Die ältesten Teile, darunter Gehäuse und einige Registerstimmen, stammen aus dem Jahr 1700. Im Jahr 1887 war die Orgel offenbar erheblich renovierungsbedürftig und wurde ausgemustert. Die Kirchengemeinde Oberwerba erwarb das Instrument damals für 50 Reichsmark, hat Pfarrer Werner Hohmeister in alten Schriftstücken nachgelesen.

Noch im selben Jahr wurde die Orgel für 980 Reichsmark instand gesetzt. Ursprünglich stand sie auf der Westempore über der Eingangstür; seit 1957 hat sie ihren Platz unten im Kirchenschiff. Zweimal wurde sie in den 122 Jahren überholt – 1950 und 1967. Orgelbaumeister Lötzerich aus Ippinghausen bestätigte seinerzeit: „Die Gemeinde besitzt für die Größe der Kirche ein sehr ansehnliches und schönes Instrument.“Pfarrer Hohmeister: „Es ist all denen zu danken, die das Instrument über 300 Jahre instand gehalten haben.“ Der Organist der Kirchengemeinde, Gerhard Pfeifferling aus Sachsenhausen, kennt die Ober-Werber Orgel wie seine Westentasche. Nächstes Jahr feiert er sein 50-jähriges Organisten-Jubiläum. – Dann aber an einem überholten Instrument.

Mehr in der WLZ-Zeitungsausgabe vom 11. November.

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