Erste-Hilfe-Ausbildung beim Deutschen Roten Kreuz wird umstrukturiert

Pilotprojekt zum Schulsanitäter

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Schüler und Schülerinnen der Hans-Viessmann-Schule absolvierten mit DRK-Experten die Ausbildung zum Schulsanitäter. Foto: Senzel

Bad Wildungen - 13 Schüler und Schülerinnen der Hans-Viessmann-Schule absolvierten zusammen mit ihrem Fachlehrer Helmut Flemmer beim Deutschen Roten Kreuz die Ausbildung zum Schulsanitäter.

Obwohl der Schulsanitätsdienst seit einigen Jahren an der Hans-Viessmann-Schule fest etabliert ist, handelt es sich bei dieser Ausbildung um ein Pilotprojekt des Roten Kreuzes. Hintergrund ist die laufende Umstrukturierung der Erste-Hilfe-Ausbildung: weg von den bisher 16 Ausbildungsstunden hin zur abgespeckten Variante von neun Unterrichtsstunden mit einem sehr hohen Praxisanteil.

Die Erste-Hilfe-Ausbilder Veronika Obert, Manuel Schmidt und Swen Malazek haben ein Konzept für die künftige Erste-Hilfe-Ausbildung entwickelt. Zusammen mit den Schülern aus der Unterstufe der zweijährigen Berufsfachschule für medizinisch-technische und krankenpflegerische Berufe wurde das neue Ausbildungskonzept im Rahmen eines Pilotprojekts erprobt. Die angehenden Schulsanitäter haben im Unterricht gelernt, dass die eigene Sicherheit immer absolute Priorität hat bei der Versorgung von verletzten Menschen. Neben einfachen Erste-Hilfe-Maßnahmen wie das Unterlegen einer Decke und die psychische Betreuung von Verletzten mussten die Schüler auch komplexe Aufgaben wie die stabile Seitenlage von Verletzten und das Abnehmen eines Helmes üben.

Erstversorung bei Verletzungen

Die Erste Hilfe bei verschiedenen Erkrankungen und Verletzungen, sowie die korrekte Herz-Lungen-Wiederbelebung waren ebenso Bestandteil der Ausbildung, wie das Anlegen von Verbänden. Diese Ausbildung ist Voraussetzung, um im Schulsanitätsdienst mitarbeiten zu können. Er ergänzt und sichert die Erste-Hilfe-Versorgung. Schüler, die mindestens in der Ersten Hilfe ausgebildet sind, stellen im Rahmen des Schulsanitätsdienstes die Erstversorgung bei Unfällen, Verletzungen und Krankheiten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sicher.

Von Werner Senzel

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