Wellen

"Platte schwatzen wie die Vorväter" - Video

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- Edertal-Wellen. Lateinlehrer würden vermutlich einen Schock erleiden, könnten sie ins alte Rom reisen. Denn das, was die Römer auf den Straßen der ewigen Stadt sprachen, dürfte wenig Ähnlichkeit haben mit dem, was schriftlich überliefert ist. Ähnlich verhält es sich mit dem Platt und dem (Schrift-)Hochdeutschen

Platt in Schriftform zu bringen, das ist knifflig und eine Sache für sich. Darum droht den mannigfaltigen Dialekten in Deutschland das Schicksal der Dinosaurier. Der Verein „Wir Wellener“ versucht darum seit Jahren, die spezifische Sprache des Dorfes bei Mundart-Abenden zu pflegen und sie zumindest in Ansätzen an künftige Generationen zu überliefern – mündlich, wie die meisten Kulturen es über Jahrtausende mit ihren Geschichten taten.Erstmals lud der Verein im Rahmen der 1225-Jahr-Feierlichkeiten zu einem Mundart-Frühschoppen ins Dorfgemeinschaftshaus ein: ein großer Erfolg. Viele Wellener und Gäste aus Nachbarorten, speziell Wega, fanden sich ein, um sich über selbst geschriebene Sketche der Akteure zu amüsieren oder Anekdoten aus alter Zeit zu lauschen. Helga Itter aus Wega gestaltete mit ihrer historischen Drehorgel den passenden musikalischen Rahmen dazu.Es wurde ein voller Erfolg der allen Beteiligten Lust auf mehr gemacht hat. Mehr lesen Sie in unserer Printausgabe vom 21. Mai 2011 (su)

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