Bad Wildungen: CDU-Bürgermeisterkandidat Ulrich Tent kündigt einen intensiven, aber fairen Wahlkampf an

„Politik-Junkie" will Rathaus erobern

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Bad Wildungen - Die Bad Wildunger CDU positioniert sich für den Bürgermeisterwahlkampf. Ulrich Tent, Herausforderer des amtierenden Bürgermeisters und Kandidat der Union, will mit Bürgernähe, Engagement und neuen Ideen für die Stadtpolitik punkten.

„Es sind genau acht Wochen bis zur Wahl - die müssen knackig gestaltet werden", sagt Ulrich Tent und verweist auf einen vollen Terminkalender. Bei Ortsteil- und Firmenbesuchen will er um Unterstützung werben und an viele Haustüren klopfen. Die Homepage www.ulrich-tent.de mit vielen Informationen zu Person und Politik soll an diesem Wochenende aktiviert werden.

Ein Team von 15 Unterstützern begleitet den 47-Jährigen in den „heißen Wochen" vor dem Urnengang am 6. Mai. Wichtig ist dem CDU-Kandidaten und Herausforderer des Amtsinhabers Volker Zimmermann (FDP) ein fairer Wahlkampf. „Partei-, Koalitions- und Oppositionsgrenzen sollen keine Barrieren darstellen." Er habe allen politischen Gruppierungen die Zusammenarbeit angeboten, einige Gespräche wurden bereits geführt, andere stünden noch aus. „Ich war sehr erfreut, dass alle das Gespräch gesucht haben", freut sich der Bewerber.

Zu einigen aktuellen Brennpunkten in der städtischen Politik nahm er gestern im Beisein von CDU-Fraktionsvorsitzendem Oliver Syring und den Stadtverordneten Dr. Edgar Schmal und Hubert Schwarz Stellung. Einige Stichworte:

Knappe Kassen: Schlankere Verwaltung durch Nutzung von Synergien mit Nachbarkommunen (Beispiel Standesamt) nennt Ulrich Tent als Möglichkeit der Kostenreduzierung. Überschaubare Strukturen bei Staatsbad/Bad Reinhardsquelle ermöglichten bessere Kostenkontrolle.

Heloponte: Vor Investitionen in eine aufwendige Sanierung (im Raum stehen 8 Millionen Euro) fordert Tent in jedem Fall eine klare Marktanalyse.

Städtische Immobilien: Tent setzt sich für verantwortungsvollen Umgang mit den Liegenschaften ein: „Wir müssen uns um die Immobilien kümmern." Regelmäßige kleinere Reparaturen und Wartungsarbeiten könnten einen Kollaps verhindern, deutete er mit Blick auf Kurhaus und Parkdeck an.

Stadtentwicklung: "Ich halte es für eine kommunale Aufgabe, dass wir uns auch um Zusammenlegung und Bevorratung von Grundstücken kümmern müssen, die für Unternehmen interessant sein könnten."

Itzelstraße: Ein Umzug des Herkules-Markts an die Itzel ist für Tent kein Thema. "Wenn man eine klare Entscheidung getroffen hat - und die ist mit breiter Mehrheit im Parlament gefallen - dann sollte man sich auch daran halten", verweist er auf die klare Planungsrichtlinie der Wildunger Gremien.

Ein weiteres Thema für den Wahlkampf wirft Fraktionsvorsitzender Syring auf: Die Vermarktung der Industriebrache auf dem Molkereigelände. „Seit Jahren tut sich da gar nichts."

Das gelte auch für das Kurhaus, ergänzte CDU-Ehrenvorsitzender Dr. Edgar Schmal. „Seit sechs Jahren ist nichts passiert." Das aktuell vorgestellte Konzept mit Hotel und Einkaufsgalerie bezeichnete er als „Dokument der Hilflosigkeit".

Zahlreiche weitere Themen brennen dem Bad Wildunger CDU-Kandidaten unter den Nägeln, der sich selbst als "Politik-Junkie" beschreibt. Seine Leidenschaft für die Kommunalpolitik wurde bei der Mitarbeit in der Jungen Union geweckt, später war er in der CDU Stadtverordneter und Magistratsmitglied, darunter in der vergangenen Legislaturperiode als Erster Stadtrat stellvertretender Bürgermeister. „Für mich wäre es eine besondere Herausforderung, Bürgermeister in meiner Heimatgemeinde zu werden."

Ullrich Tent

Das Ehrenamt spielt für Ulrich Tent, der in Bad Wildungen geboren und aufgewachsen ist, eine besondere Rolle. Der 47-Jährige engagiert sich nicht nur in der Kommunalpolitik, sondern auch in anderen Funktionen, insbesondere auf kirchlicher Ebene. Er ist im Kirchenvorstand, im Förderverein Martin-Luther-Haus, Vorsitzender im Bauausschuss der evangelischen Kirchengemeinde und Synodaler im Kirchenkreis der Eder. Im Gemeinde-, Kur- und Verkehrsverein Reinhardshausen arbeitet er ebenso mit wie im Aktionsbeirat AWWiN der Wildunger Wirtschaft. Der gelernte Fleischermeister und Betriebswirt des Handwerks steht gelegentlich hinter der Ladentheke und auf dem Wochenmarkt. Seine Hauptaufgabe ist das Management der Immobilien im Familienbesitz. (höh)

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