Friederike Büttner ist neue Altstadtkoordinatorin

Aus Potsdam ins Fachwerkviertel

Bad Wildungen - Eine Potsdamerin ist neue Altstadtkoordinatorin und Nachfolgerin von Anja Be­necke. Friederike Büttner (30) ist Humangeografin und bringt Erfahrungen aus Stadtentwicklung, Bürgerbeteiligung und Projektarbeit mit nach Bad Wildungen: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit.“

Die 30-Jährige ist Koordinatorin und Leiterin des Altstadtbüros des Vereins zur Förderung der Altstadt. Wohn- und Lebensbedingungen im Fachwerkviertel sind das zentrale Anliegen, das als Gemeinschaftsaufgabe von Bürgern, Verwaltung, Kommunalpolitik, Verbänden, Vereinen und anderen Organisationen gesehen wird.

Beruflich war Büttner bislang für den Verein Soziale Stadt Potsdam tätig und nahm unter anderem Schnittstellenaufgaben zwischen Stadtverwaltung, Wohnungswirtschaft und Bewohnern wahr. Ein ähnliches Aufgabengebiet erwartet sie in Bad Wildungen. „Stadtentwicklung ist ein wichtiges Thema, spannend und sehr vielseitig“, bekennt die neue Koordinatorin. „Vor allem der Austausch mit Bewohnern vor Ort bereitet mir sehr viel Spaß.“

Die Potsdamerin skizziert Wildungen als „übersichtliche Stadt“, wo schnell Kontakte geknüpft werden können. Die 30-Jährige zählt Wandern, Walken und Handarbeiten zu ihren Hobbys, und sie restauriert gern Möbel. Bürgermeister Volker Zimmermann freute sich, dass die seit September verwaiste Stelle wieder besetzt ist. „Die Koordinatoren haben außerordentlich segensreich gewirkt.“

Frank Volke als Sprecher des Altstadtvereins zeigte sich zuversichtlich, die erfolgreiche Arbeit fortzuführen. „Es ist eine wichtige Schnittstelle zwischen Bürgern und Verwaltung.“ Büttner wurde aus dem Kreis von 24 Bewerbern ausgewählt, darunter ein Interessent aus Turin.

Die Erfahrung habe gezeigt, dass die Koordinatorenstelle in der Badestadt eine Ausbildungsetappe für junge Berufsanfänger sei und ein Sprungbrett für die weitere berufliche Entwicklung war, sagte Peter Schultheis vom Altstadtverein rückblickend. Vorstandsmitglied Andreas Köster nannte es eine zukunftsweisende Entscheidung, dass die Finanzierung der Stelle von einem zweijährigen Rahmen auf fünf Jahre erweitert wurde. „Das ist ein ganz großes Pfund, künftig können wir eher erwarten, dass sich eine Zusammenarbeit über einen längeren Zeitraum entwickelt.“

Wünsche und Ideen willkommen

Im Altstadtbüro in der Lindenstraße erhalten Interessierte Informationen zu aktuellen Entwicklungen im Fachwerkviertel. Zugleich haben sie die Möglichkeit mitzugestalten. Altstadtkoordinatorin Friederike Büttner: „Es sind alle eingeladen, Wünsche, Ideen und auch kritische Anregungen zu äußern.“

Der Altstadtverein nimmt zusammen mit der Stadt Bad Wildungen und den Nachbarkommunen Edertal und Fritzlar an der Landesinitiative „Ab in die Mitte“ teil. Der Verein unterstützt dabei insbesondere Aktivitäten, die auf die Initiative engagierter Bewohner hin entstanden sind. In Zusammenarbeit mit den Freiwilligen wird am 7. Juni der „Wellunger Künstler- und Trödelmarkt“ inklusive Ehrenamtsbörse in der Altstadt mit Seifenkistenrennen auf der Brunnenallee organisiert.

Das Altstadtbüro ist künftig jeden Dienstag von 10 bis 12 Uhr und donnerstags jeweils von 15.30 bis 17.30 Uhr geöffnet. Weitere Termine können nach Absprache vereinbart werden. Kontakt: Tel. 05621/966330, Mail info@altstadtbuero.de. Das Altstadttreffen findet immer am dritten Montag des Monats um 19 Uhr im Mehrgenerationenhaus statt.

Von Conny Höhne

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