Veranstaltungsreihe Große Kleinkunst begeistert ihre Fans seit fast 25 Jahren

50 Prozent Frauenquote erreicht!!

Bad Wildungen - „Wir haben mit dem Programm eine Frauenquote von 50 Prozent erreicht!“, sagt der Wildunger Veranstaltungsleiter Gereon Schoplick mit einem breiten Grinsen und greift mit dem ewigen Ringen der Geschlechter eines der Themen der Reihe „Große Kleinkunst“ 2015 heraus.

„Fast 25 Jahre alt ist die Reihe und wir haben viele große Namen engagiert, manche, noch bevor sie den Durchbruch schafften“, sagt Schoplick. Er erinnert an Auftritte von Henning Venske, Jochen Busse, Urban Priol oder Michael Mittermeier.

Die sechs Gäste 2015 brauchen sich vor solchen Größen nicht zu verstecken und drei Frauen widerlegen dabei das Vorurteil, Humor und Kabarett seien eher Männersache.

Monika Blankenberg zog mit ihrem „Die Zeit ist reif - ich auch!“ zum Programmstart voriges Wochenende alle Register.

Der „Hirnschrittmacher des deutschen Kabaretts“, HG Butzko, folgt am Samstag, 18. April, ab 19.30 Uhr in der Wildunger Wandelhalle. Wenn der Gelsenkirchener loslegt, gelingt ihm das Kunststück, die großen Zusammenhänge so zu beleuchten, dass sie auch in der Kneipe „umme Ecke“ verstanden werden. Wo andere elegant abbiegen, brettert er voll durch. Und trifft. Den Kern der Sache und das Zwerchfell des Publikums! Ausgangspunkt von Butzkos Programm ist der Satz aus der Regierungserklärung von Angela Merkel: „Diese Bundesregierung will die Quellen des guten Lebens allen zugänglich machen.“ Eine super Vision, oder? Leider blieb sie uns die Erklärung schuldig, was sie unter einem „guten Leben“ überhaupt versteht. Mit verblüffenden Einsichten führt Butzko in die Welt von Sinn und Unsinn der Versprechungen von Politikern. Und am Ende steht Helmut Schmidts Erkenntnis: „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.“

Am Freitag, 1. Mai, 19.30 Uhr, kommt Tina Teubner in die Wildunger Wandelhalle mit „Männer brauchen Grenzen“. Tina Teubner, begnadete Komikerin, überirdische Musikerin, Kernkompetenz auf dem Gebiet des autoritären Liebesliedes, lebt in Köln als alleinerziehende Ehefrau.

Gereift durch zahllose Ehejahre weiß sie, dass nur eine entschiedene Hand zum Glück führt: Warum soll das, was für die Kinder gut ist, nicht auch für den Mann gut sein? Begleitet wird sie von Ben Süverkrüp (und nein, damit ist die 50-Prozent-Quote in der Summe nicht ganz erreicht).

Rena Schwarz gibt am 18. September, 19.30 Uhr, an gleicher Stelle Tipps unter der Überschrift „Game over - Trennung für Fortgeschrittene“. Ist der Partner weg, kommt der Katzenjammer. Vor allem nach den Trennungen, die völlig ohne UNSER Einverständnis vollzogen wurden. Die Leidenspalette ist riesig! Und jetzt? Therapie, Esotherik-Seminar oder lieber Rotwein? Rache? Wenn ja, wie? Stalking, Voodoo oder Rufmord?

Am 9. Oktober, 19.30 Uhr, sucht Jens Ohle eine junge Frau zum Mitreisen. Zu erleben ist eine artistische Comedyshow, die sich gewaschen hat: spektakuläre Leiterakrobatik, knallharte Zirkusstunts und coole Stand-up-Comedy. Jens Ohle bewegt sich in seiner Show zwischen Schützenfest und Starclub, halsbrecherische Jahrmarktsensationen treffen auf 1a Varietékunst.

Thomas Reis fragt zum Abschluss der Reihe 2015 am 6. November, 19.30 Uhr: „Gibt es ein Leben über 40?“ und schließt damit den Kreis, das Thema Alter von der Perspektive das Mannes aus betrachtet. Der scharfzüngige und viel gepriesene Wortakrobat führt mit bitterbösem Humor durch eine Lesung zwischen den Zeiten über die Eitelkeit der Macht und die Macht der Eitelkeit.(r)

Informationen und Ticket-Service: Kur- & Tourist-Information Bad Wildungen, Brunnenallee 1, 34537 Bad Wildungen, Tel. 05621/9656741, sowie im Internet unter www.bad-wildungen.de. (r)

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