Bad Wildungen:

Prozess um getürkte Stundenzettel

- Bad Wildungen/Korbach. Das Angebot vor zwei Jahren mag verlockend gewesen sein: Nach der Kündigung in einer Spielhalle sollte die Frau im selben Lokal weiterbeschäftigt werden – und ihren Lohn bar oder per Scheck erhalten.

Nebenbei konnte sie so noch Arbeitslosengeld kassieren, insgesamt 12 000 Euro in zwei Jahren. Doch am Mittwoch bekam die 65-Jährige am Korbacher Amtsgericht die Quittung für ihr rechtswidriges Verhalten.„Es handelt sich hier um einen erheblichen Betrag und einen Schaden, der mit Geld allein nicht mehr abzugelten ist“, ging der Staatsanwalt hart mit der Angeklagten ins Gericht. Er hatte in seinem Plädoyer acht Monate Bewährungsstrafe gefordert, Richter Wolfgang Damm verringerte sie auf ein halbes Jahr und ließ durchblicken, dass die Strafe milde ausgefallen sei. Das liegt vor allem daran, dass sich die Bad Wil­dungerin einsichtig zeigte, in ihrem bisherigen Leben noch nie strafrechtlich aufgefallen war und in geordneten Verhältnissen lebt. Die Bewährungszeit, in der sie sich nichts zuschulden kommen lassen darf, beträgt drei Jahre.

Mehr in der WLZ-Zeitungsausgabe vom 11. November.

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