13 Monate saniert: Heiz- und Belüftungstechnik aus Sachsenhausen

Rasenheizung für Offenbacher Stadion

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Blick in das sanierte Stadion am Bieberer Berg in Offenbach; Harald Kesper und Uwe Jedamzik waren für Veltum vor Ort für die Arbeiten verantwortlich.

Waldeck - Sachsenhausen - 13 Monate wurde in Offenbach das Sparda Bank Hessen-Stadion modernisiert. Dass in dieser Woche das erste Spiel im sanierten Stadion angepfiffen wurde, daran hatte das Sachsenhäuser Unternehmen Veltum großen Anteil, das für Heizung, Lüftung, Sanitär sowie Kälte- und Regeltechnik verantwortlich zeichnete.

Bis zu 20 Mitarbeiter arbeiteten vor Ort, betreut von einem dreiköpfigen Projektteam in Sachsenhausen. Das neue Stadion hat 20 500 Plätze und wurde im englischen Stil mit vier Tribünen und steilen Rängen gebaut. Besondere Herausforderung war der Umbau während des laufenden Betriebs.

Durch die neue Gebäudetechnologie und die hohe Energieeffizienz verringern sich die Betriebskosten deutlich. „Wir sind stolz darauf, dass wir gemeinsam dieses große Projekt realisiert haben“, sagt Geschäftsführer Stefan Veltum. „Die Atmosphäre in diesem Stadion, in dem wir während der Spielzeit 2011/2012 gearbeitet haben, ist beeindruckend.“

Für die Beheizung der Haupttribüne und die Rasenheizung wurde eine Heizungsanlage von Viessmann installiert.

Für die Lüftungsanlagen in VIP-Bereich, Umkleiden und Fanshop wurden Zu- und Abluftanlagen mit Wärmerückgewinnung eingebaut, die im Sommer die Räume kühlen und im Winter heizen. „So kann die Energieeffizienz deutlich verbessert werden“, erklärt Stefan Veltum.

Für die Toilettenanlagen unter den Tribünen wurden komplette Montagewände mit WCs, Urinalen und Waschbecken in Sachsenhausen vorgefertigt und per Lkw in ein Betonwerk nach Paderborn gebracht. Dort wurden sie in Wände eingegossen und später komplett auf der Baustelle eingefügt.

Das Stadion auf dem höchsten Punkt des Bieberer Bergs hatte immer Probleme mit dem Wasserdruck. „Wurde im Stadion viel Wasser verbraucht, beispielsweise beim Einsatz des Rasensprengers, konnten die umliegenden Haushalte teilweise nicht mehr ausreichend mit Wasser versorgt werden“, berichtet Projektleiter Uwe Jedamzik. „Diese Aufgabe konnten wir durch den Einbau von vier Druckerhöhungsanlagen lösen, die sich bei Bedarf nach und nach dazuschalten.“ Über einen Gebäudeleitrechner wird die Stadion-Technik gesteuert. Heizungsanlage, Licht, Flutlicht und Lüftung werden so zentral geregelt.

Der Rechner kann via Fernwartung per i-Pad oder i-Phone gesteuert werden. In der 13-monatigen Bauzeit hat Veltum insgesamt 190 Heizkörper, 175 WCs, 143 Waschtische und 114 Urinale verbaut, außerdem wurden etwa 3500Meter Rohre verlegt.(r/höh)

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