Projekt zur Prävention von Alkoholkonsum bei Jugendlichen

Die Rauschbrille kann Augen öffnen

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Sachsenhausen - Die Promillebrille war der Höhepunkt einer Präventionsveranstaltung zum Thema Alkohol, die Andreas Bethke (Barmer) mit Schülern der beiden siebten Klassen der Mittelpunktschule Sachsenhausen durchführte.

Im Vorfeld hatten sich die Mädchen und Jungen während der Projektwoche mit dem Thema Drogen und Sucht befasst und ihre Parallelklasse in Referaten und mit Plakaten über die Ausarbeitungen informiert. In Klasse 7 haben die meisten Jugendlichen erste Erfahrungen mit Alkohol hinter sich. Dies war der Anlass, das Thema Umgang mit Alkohol noch einmal gesondert zu besprechen. „Gar keinen Alkohol trinken“, diesen Vorschlag gab Bethke den Schülern und verwies auf das Jugendschutzgesetz: „Aber ich weiß, dass die Wirklichkeit eine andere ist.“ Nach den Eindrücken über die Wirkungsweise des Alkohols und die Gefahren, die damit verbunden sind, entstand eine interessante und ehrliche Diskussion mit folgenden Ratschlägen. Wenn Alkohol konsumiert wird, dann Alkoholfreies zwischendurch trinken, kein Durcheinander riskieren, vorher ordentlich essen und Finger weg von harten Sachen und Mixgetränken. Mit Hilfe von Rauschbrillen erlebten die Schüler im Anschluss die Wirkung von Alkohol auf Koordinations- und Reaktionsfähigkeit. Immer wieder war ein „Boooaaah“ oder „Das gibt es doch gar nicht“ zu hören. Geradeaus oder um die aufgestellten Hütchen zu gehen, fiel vielen Jugendlichen sichtlich schwer. Schülerinnen und Schüler informieren und stark machen, damit sie Eigenverantwortung übernehmen und mit dem Gruppendruck selbstbewusst umgehen lernen, ist eine wichtige Aufgabe von Elternhaus und Schule. Das war eine weitere Erkenntis aus der Veranstaltung. (r)

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