Tag der Städtebauförderung mit Aktionen am Samstag von 11 bis 13 Uhr

Rein in den Seniorenanzug

+
Für den Tag der Städtebauförderung werben Robert Hilligus, Bürgermeister Volker Zimmermann, Gerda Wickert und Maddalena Schützenmeister auf der Rampe vor dem Rathaus, die im Rahmen eines Stadtentwicklungsprojekts gefördert wurde.Foto: Höhne

Bad Wildungen - „Bad Wildungen barrierefrei, entgegenkommend, einladend“ - unter diesem Motto wird der Tag der Städtebauförderung am Samstag, 9. Mai, gefeiert. Von 11 bis 13 Uhr sind Aktionen vorgesehen.

Bund und Land wollen an diesem Tag auf die vielfältigen, mit öffentlichen Mitteln finanzierten Stadtentwicklungsprojekte hinweisen, erläutert Bürgermeister Volker Zimmermann.

Die Altstadt hat seit 1977 erheblich davon profitiert. Samt privater Investitionen sind über 30 Millionen Euro in das Fachwerkviertel geflossen, schätzt Robert Hilligus vom Stadtbauamt. Letztes Projekt: Mittel- und Teichstraße. Aber auch Stadterneuerung in Altwildungen und das Projekt Aktive Kernbereiche, zusammen mit Edertal und Fritzlar, zählen zum Gesamtpaket.

„Nur wer Klopfkanten kennt, wird diese nicht mehr zuparken“

„In die neu gestalteten Stadträume der Innenstadt sind viele Aspekte einer barrierefreien Stadt eingeflossen“, erläutert Hilligus. Realisiert wurden Details wie Klopfkanten für Sehbehinderte, rollstuhlgerechte Spielgeräte, Nullabsenkungen und Stehhilfen. Das Bewegen in Freiräumen ohne Barrieren ist für jeden Nutzer komfortabler. Die geschaffenen Qualitäten sollen nun bekannt gemacht und das „Miteinander“ im Zuge der Nutzung der Aufenthalts- und Bewegungsflächen gefördert werden. „Nur wer die Details, wie Klopfkanten und Nullabsenkungen, kennt, wird künftig Rücksicht nehmen und diese nicht mehr zuparken oder zustellen,“ ist Hilligus überzeugt.

Infostände, Fragebogenaktion und eine Erfahrungsfläche vor dem Haus Oestreich laden am Samstag von 11 bis 13 Uhr zum Mitmachen ein. Wer will, kann einen Alterssimulationsanzug anlegen und herausfinden, wie anstrengend steile Wege für Senioren sein können. Jüngere können so in die Erfahrungswelt älterer Menschen eintauchen und Altersveränderungen bei Beweglichkeit und Wahrnehmung hautnah nachempfinden. Wer möchte, kann in einem Rollstuhl ausprobieren, die Straße zu überqueren und sich mit dem Blindenstock entlang von Klopfkanten bewegen.

Schüler des Asklepios Bildungszentrums für Gesundheitsfachberufe Nordhessen stehen laut Leiter Mizrab Akgöz allen Interessierten hilfreich zur Seite. Auch das Bildungszentrum der Werner-Wicker-Klinik unterstützt den Aktionstag. Um 11 und 12 Uhr sind Führungen in der Brunnenstraße vorgesehen. Informationen über das Projekt „Begleitung für pflegende Angehörige“ des Mehrgenerationenhauses runden den Tag ab, ergänzt MGH-Leiterin Maddalena Schützenmeister. „Wir sind ehrenamtlich tätig“, sagt Gerda Wickert von der aktiven Gruppe. Die Pflegebegleiter-Initiative hat jeden zweiten und vierten Freitag im Monat von 10 bis 12 Uhr Beratungsstunden im MGH.

Am Tag der Städtebauförderung liegt auch ein Fragebogen zum Ausfüllen parat zu „Bad Wildungen - barrierefrei, entgegenkommend, einladend“.

Von Conny Höhne

Kommentare